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Elektromobilität

Mobility-Kompass deckt Wünsche künftiger Autokäufer auf

21. Dezember 2020, 14:30 Uhr   |  Irina Hübner

Mobility-Kompass deckt Wünsche künftiger Autokäufer auf
© Shutterstock.com

Studierende würden einen deutlich höheren Kaufpreis für Elektroautos zahlen als für Verbrenner.

Für den Mobility-Kompass haben mehr als 2500 Studierende ihre Einstellung zu Mobilität und Elektroautos geäußert. Ein Ergebnis: Die potenziellen künftigen Käufer sind bereit, mehr zu bezahlen, aber Reichweite und Ladezeiten von E-Autos schrecken viele noch ab.

Während als wichtigster Kaufgrund für Elektrofahrzeuge zuerst die Umweltvorteile genannt werden – 41 Prozent der Befragten führten das an – sind für die persönliche Entscheidung letztlich doch praktische Aspekte wie Kosten und Reichweite entscheidend. So zeigt die Studie, dass erst ab einer Reichweite von über 500 Kilometern der Kauf tatsächlich erwogen wird.

Gleichzeitig wird deutlich, dass eine klar vorhandene Bereitschaft existiert, einen höheren Preis für die Elektromobilität zu zahlen. Die Käufer von morgen sind bereit, für ein E-Auto durchschnittlich 2880 Euro mehr hinzulegen als für einen herkömmlichen Verbrenner.

Deutsche E-Modelle: Geringere Bekanntheit, aber hohe Attraktivität

Tesla hat sich klar als bekannteste Marke positioniert – jeder zweite Befragte kennt die E-Autos des US-amerikanischen Unternehmens. BMW folgt mit weitem Abstand mit 16 Prozent in der Bekanntheit seines elektrischen Fahrzeugangebots. Volkswagen (9,1 Prozent), Audi (5 Prozent) und Renault (4 Prozent) kommen auf den nächsten Plätzen, sind den Befragten aber deutlich weniger präsent als Tesla.

Bei wirklichen Kaufentscheidungen gibt es jedoch gute Nachrichten für die deutschen Automarken: Gerade bei den Einstiegsmodellen liegt VW mit 28 Prozent vorne, gefolgt von BMW mit 14 Prozent und Tesla belegt nur Rang 3 mit 11 Prozent.

Mobility-Kompass als Barometer zukünftiger Interessen

Elektromobilität ist eines der wichtigsten Wachstumsthemen für die Automobilwirtschaft. Ziel der Studie, die von der IUBH Internationale Hochschule durchgeführt wurde, ist es, die tatsächlichen Präferenzen und Bedürfnisse der Zielgruppen jenseits der öffentlichen Diskussion zu ergründen.

Um daraus Trends und Entwicklungen im Nutzerverhalten abzuleiten, startet die IUBH Internationale Hochschule mit dieser Studie einen jährlichen Mobility-Kompass. Im Rahmen ihres Dualen Studiums an der IUBH Internationale Hochschule können sich die Studierenden so an praxisorientierten Forschungsprojekten beteiligen und wichtige Impulse in den beteiligten Partnerunternehmen einbringen.

Prof. Dr. Christian Lucas, Experte für Marketing und Kommunikation, ordnet die Ergebnisse ein: »Die Studie zeigt auf, wie das enorme Absatzpotential des Marktes für Elektromobilität in Deutschland aktiv gehoben werden kann. Die Automobilindustrie sollte ihre Marketing- und Kommunikationsanstrengungen auf die wahren Bedürfnisse der zukünftigen Käufergeneration anpassen.«

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