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Qualcomm/Veoneer

Zusammenarbeit im ADAS-Bereich

28. August 2020, 10:34 Uhr   |  Iris Stroh

Zusammenarbeit im ADAS-Bereich
© Veoneer

Durch die Zusammenarbeit soll eine offene, skalierbare Plattform entstehen, mit der alle Anforderungen von Level 1 bis Level 4 abgedeckt werden können.

Veoneer und Qualcomm Technologies wollen zusammenarbeiten, um ein skalierbares Portfolio, bestehend aus komplettem Software-Stack und SoC, für kommende ADAS und AD-Anwendungen zu entwickeln.

Jan Carlsson, Chairman, CEO & President von Veoneer, sowie Christiano Amon, President von Qualcomm sind überzeugt, dass sich das Know-how beider Unternehmen hervorragend ergänzt und auf Basis dieser Zusammenarbeit ein »Game-Changer« für die Automotive-Industrie entstehen wird.

Der Game-Changer besteht aus der Kombination der nächsten, sprich fünften, Generation des Software-Stacks für »Perception und Driving Policy« von Veoneer mit der derzeitigen Snapdragon Ride Plattform sowie zukünftigen SoCs von Qualcomm. Erste Fahrzeuge mit diesem integrierten Ansatz sollen 2024 auf den Markt kommen.

Die Kombination zwischen Software und Hardware soll dem neuesten Stand der Technik und den Standards im Automobilbereich entsprechen und den Anforderungen an funktionale Sicherheit genügen. Die Plattform soll eine vollständige Palette optimierter NCAP-Funktionen bis hin zum freihändigen Fahren auf Autobahnen und im langsam fließenden Verkehr umfassen. Und sie soll kontinuierlich durch Over-the-Air-Updates aufrüstbar sein.

Das Geschäftsmodell der Partnerschaft sieht folgendermaßen aus: Qualcomm wird seine SoCs in Kombination mit dem Software-Stack an Tier-Ones und OEMs direkt vertreiben. Veoneer wird weiterhin als Systemintegrator fungieren, eine zusätzliche Partnerschaft mit einem anderen Hardware-Anbieter ist laut Carlsson nicht geplant.

Laut Carlsson wird mit der Entwicklung der neuen Generation des Vision-Software-Stacks begonnen, sobald die letzten Details der Zusammenarbeit geklärt sind. Das wiederum soll in der zweiten Hälfte dieses Jahre noch über die Bühne gehen. Veoneer wird eine eigene Organisation für die Entwicklung des Software-Stacks innerhalb des Unternehmens aufsetzen, die laut seiner Aussage mehrere 100 Mann umfassen wird.

Er und Amon sind überzeugt: Mit dieser Zusammenarbeit erhöht sich für beide Unternehmen der adressierbare Markt, konkret wird von einem TAM (Total Adressable Market) in Höhe von 45 Mrd. Dollar (2030) geredet.

Amon abschließend: »Unsere gemeinsame Entwicklung wird zu einer offenen Plattform führen. Damit steht den OEMs und Tier-Ones im Vergleich zu bisherigen Blackbox-Ansätzen eine Plattform zur Verfügung, mit der sie ihre Innovationen weitertreiben und sich so im Markt differenzieren können.

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