Modul für moderne Kfz-Kombiinstrumente

Die Entwicklung beschleunigen

4. Juli 2016, 13:54 Uhr | Von Reinhard Füricht, Andrew Patterson und Stefan Schraml

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

CGI Scene Composer für hochwertige Grafik

Der Scene Composer ist ein Werkzeug für den Einsatz in verschiedenen Automotive-Umgebungen: Kombiinstrumente, IVI-Treiber, Fond-Entertainment-Systeme und ISO-26262-Anwendungen.
Bild 2. Der Scene Composer ist ein Werkzeug für den Einsatz in verschiedenen Automotive-Umgebungen: Kombiinstrumente, IVI-Treiber, Fond-Entertainment-Systeme und ISO-26262-Anwendungen.
© Socionext

Die Sicherheitsarchitektur eines Fahrzeugs ist ganz offensichtlich bei der Gestaltung sicherer Kombiinstrumente entscheidend. Darüber hinaus spielt jedoch eine hochwertige Grafik eine ebenso wichtige Rolle. Der Fahrer benötigt ein klares und mühelos lesbares Display. An dieser Stelle kommt der CGI Scene Composer ins Spiel (Bild 2). Der Scene Composer ist das zentrale Werkzeug in der CGI-Studio-Umgebung. Dieses Tool wurde speziell für die Anforderungen der Automobilindustrie konzipiert. Es dient dem Import von Grafiken, die wiederum Szenen mit Business-Logik erstellen und kombinieren. Das Werkzeug exportiert zudem das HMI-Design für die Hardware. CGI Studio bearbeitet 2D- und 3D-Inhalte, ist einfach zu bedienen und ermöglicht die Erstellung beeindruckender Animationen. Die modulare und skalierbare Software-Architektur von CGI Studio ermöglicht die Gestaltung unterschiedlicher HMI-Anwendungen, von platt­form­optimierten 2D-Oberflächen bis zu 3D-Echtzeit-Anwendungen auf High-End-Geräten auf der Basis von OpenGL ES 2.0 und OpenGL ES 3.0. Die intuitive API für 2D/3D-Grafikanwendungen wartet mit einem umfassenden modernen Funktionssatz zur Erstellung hochwertiger HMI-Anwendungen auf – ein Zusatzanreiz für den Einsatz des Tool.

Obwohl Candera Safety aus Gründen der funktionalen Sicherheit auf Hardware-beschleunigtes Rendern verzichtet, wird CGI Studio Scene Composer auch für das Authoring sicherheitsrelevanter Grafikinhalte verwendet. Durch diesen Ansatz ist die Erstellung einer nahtlosen Mensch-Maschine-Schnittstelle bestehend aus sicherheitsrelevanten und nicht sicherheitsrelevanten Inhalten einfach möglich.

Senkung der Test- und ­Zertifizierungskosten

Die offene Architektur von CGI Studio ermöglicht die Automatisierung und tiefgehende Integration in die Werkzeugkette und Entwurfsprozesse von Bestandskunden. Obgleich das Tool den Anforderungen an Kombiinstrumente erste Priorität einräumt, lassen sich mit ihm moderne Cluster-HMIs erstellen – kleinere Hybridanwendungen ebenso wie frei programmierbare Kombiinstrumente (FPCs), mit einheitlichem Design-Konzept, mit ein und demselben Werkzeug und unter Bewahrung der entscheidenden Funktionen wie schnelle Boot-Zeit, minimaler Platzbedarf und Einhaltung der Automotive-Normen und -Vorschriften.

Das System baut auf vorzertifizierten Komponenten auf. Das verringert die Anzahl neuer Code-Zeilen und hat zur Folge, dass für Automobilhersteller geringere Test- und Zertifizierungskosten entstehen. Weil das System als System-on-Chip-Lösung (SoC) auf einem einzigen Chip lauffähig ist, können Komponentenkosten weiter reduziert und wertvolle CPU-Ressourcen effizienter genutzt werden.

Einsatzszenario

Das folgende Beispiel beschreibt ein typisches Szenario für die simultane Darstellung sicherheitsrelevanter und nicht sicherheitsrelevanter Grafik auf einem gemeinsamen Display.

Ein Fahrer fährt mit zulässiger Geschwindigkeit auf einer Schnellstraße. Plötzlich ändert sich der Straßenzustand. Sofort erscheint auf dem Kombiinstrument der Hinweis, die Geschwindigkeit zu senken. Der Fahrer wurde also auf das Problem aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, angemessen zu reagieren. Entscheidend bei Sicherheitsentwürfen für Kombiinstrumente in Fahrzeugen ist, den Fahrer mit den richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zu versorgen. Daneben müssen auf dem Display natürlich auch Navigation, Geschwindigkeit, Reifendruck und weitere Fahrzeug- und Umgebungsparameter angezeigt werden. Sicherheitsrelevante Vorkommnisse müssen aber zur Folge haben, dass die aktuelle Anzeige umgehend mit entsprechenden sicherheitsrelevanten Hinweisen überlagert wird. Sobald der Fahrer reagiert hat, verschwindet der Hinweis auf dem Display und das Kombiinstrument wird wieder im Normal­modus betrieben.

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