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Intelligente Mobilität

25 Millionen Tonnen CO2 weniger in die Luft pusten

Der Straßenverkehr vor und nach Corona: Wird das Mobilitätsverhalten wieder dasselbe werden wie vor der Pandemie?
Digitale Maßnahmen können einen immensen Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz leisten.
© fuyu liu | Shutterstock.com

Kürzere Lieferrouten, kluge Ampelschaltungen, weniger Staus – intelligente Mobilität, umgesetzt mit Hilfe digitaler Technologien, hilft dabei, CO2-Emissionen in großem Maßstab zu reduzieren. Das belegt die aktuelle Bitkom-Studie »Klimaeffekte der Digitalisierung«.

Allein in der Mobilität kann Deutschland bis 2030 mit beschleunigter Digitalisierung sieben Prozent der insgesamt geplanten CO2-Einsparung erreichen, so das Ergebnis der Bitkom-Studie »Klimaeffekte der Digitalisierung«. Untersucht wurde dabei das CO2-Einsparpotenzial verschiedener digitaler Technologien in sieben unterschiedlichen Bereichen: Fertigung, Mobilität, Energie, Gebäude, Arbeit und Business, Landwirtschaft und Gesundheit. Die Studie berücksichtigte dabei auch den eigenen CO2-Fußabdruck der Digitalisierung.

Den größten Hebel zur Emissionsreduzierung besitzt eine intelligente Verkehrssteuerung, durch die in Deutschland bis zu 13 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden können. Darunter fallen Technologien wie GPS-Systeme und IoT-Sensoren, die Verkehrs- und Umweltdaten erfassen und in Echtzeit auf einer Plattform zusammenführen.

Bitkom Intelligente Mobilität
Im Bereich Mobilität bietet der Einsatz intelligenter Verkehrssteuerung ein sehr großes CO2-Einsparpotenzial.
© Bitkom

So wird eine effiziente Streckenführung ermöglicht, die an die aktuelle Verkehrslage angepasst ist. Das macht einzelne Fahrten nicht nur schneller und sicherer, sondern reduziert auch Staus und Stop-and-Go-Verkehr. Dies wiederum sorgt für eine geringere Verkehrsbelastung an stark frequentierten Orten und erhöht gleichzeitig die Lebensdauer der eingesetzten Fahrzeuge. Des Weiteren können digitale Echtzeitinformationen, digitale Fahrscheine oder freies WLAN die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs deutlich erhöhen.

Vernetzung wirkt sich positiv auf Logistik- und Individualverkehr aus

In der Logistik können bis zu acht Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – besonders durch intelligente Technologien, die Warenströme effizienter planen, steuern und verteilen. Das sind etwa IoT-Sensoren, Big Data, digitalisierte Lagerhäuser oder umfassende Verkehrsmanagement-Plattformen. Dadurch können Logistikunternehmen ihre Fahrer basierend auf Faktoren wie Standortnähe, Fahrfähigkeiten oder Lkw-Typ automatisch zuteilen. Außerdem lassen sich Lieferrouten auf Basis von Echtzeitdaten und Verkehrsanalysen effizienter gestalten. Das führt zu kürzeren Strecken, weniger Verkehr und geringeren Verzögerungen.

Auch ein vernetzter Individualverkehr kann für eine effizientere und ressourcenschonendere Mobilität sorgen – und bis zu vier Millionen Tonnen CO2 einsparen. In der sogenannten Sharing Mobility werden Fahrzeuge von privaten, öffentlichen und kommerziellen Anbietern als flexibel einsetzbares Transportmittel zur Verfügung gestellt. Dies umfasst das Car-Sharing, bei dem ein Fahrzeug von verschiedenen Personen genutzt wird, sowie das Ride-Sharing, bei dem sich mehrere Fahrgäste mit ähnlicher Zielrichtung ein Fahrzeug teilen. Das führt zu einer verbesserten Verkehrsanbindung, reduziert die Verkehrsbelastung und optimiert die Fahrzeugwartung.


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