Schwerpunkte

Schaeffler stärkt Industriesparte

Zustandsüberwachung per Smartphone-App

14. April 2021, 21:20 Uhr   |  Andreas Knoll

Zustandsüberwachung per Smartphone-App
© Schaeffler

Schaefflers »Optime«-System für die automatisierte Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen beruht auf Hard- und Software. Die Visualisierung der Zustandsmeldungen erfolgt übersichtlich in der Optime-App.

Schaeffler baut seine Industriesparte weiter aus: mit dem System »Optime« für die automatisierte Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen sowie mit einem Portfolio aus Lagerungen, Getrieben und Motoren für Leichtbauroboter. Neu zur Hannover Messe ist ein Update des 2020 vorgestellten »Optime«.

»Wir wollen eine Schlüsselposition in den stark wachsenden Märkten der Zustandsüberwachung und der Robotik einnehmen«, erläutert Dr. Stefan Spindler, Vorstand Industrial von Schaeffler. Als integrierter Automobil- und Industriezulieferer lasse das Unternehmen dabei Technologiekompetenzen und Prozesserfahrungen aus seiner Sparte Automotive Technologies in die Entwicklung von Robotik-Innovationen einfließen. »Unser Industriegeschäft ist für die strategische Weiterentwicklung der Schaeffler-Gruppe von besonderer Bedeutung«, ergänzt Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender von Schaeffler. »Mittelfristig wollen wir aus eigener Kraft mit der Industrie-Sparte stärker wachsen als die globale Industrieproduktion.«

Das Optime-System ist dem Unternehmen zufolge leicht in Betrieb zu nehmen, ohne Spezialkenntnisse nutzbar und so wirtschaftlich, dass sich der Einsatz in großen Stückzahlen rechnet. Mit dem neuesten Update integriert Optime jetzt auch Schaefflers Condition-Monitoring-Systeme (CMS) „SmartCheck“ und „ProLink“. Damit leistet Optime die Zustandsüberwachung eines breiten Spektrums von Maschinen und sogar ganzer Werke. »Optime bietet aussagekräftige Analyseergebnisse, die Instandhaltungs-Teams sofort handlungsfähig machen«, sagt Rauli Hantikainen, Leiter Strategisches Geschäftsfeld Industrie 4.0 bei Schaeffler. »So reduzieren unsere Kunden Stillstandzeiten und erhöhen die Wirtschaftlichkeit ihrer Maschinenparks.«

Besonders für Unternehmen der anlagenintensiven Prozessindustrien bedeutet die Vermeidung ungeplanter Stillstandzeiten eine höhere Wirtschaftlichkeit. »Per Smartphone- oder Desktop-App haben Kunden mit Optime den Zustand ihres Werkes auch bei Hunderten von Maschinen jederzeit im Blick, denn die Meldungen werden nutzerfreundlich aufbereitet und nach Kritikalität priorisiert«, führt Rauli Hantikainen aus. »So können betriebsinterne Instandhalter oder auch Service-Firmen rechtzeitig und kosteneffizient Wartungsmaßnahmen, Personaleinsatz und Ersatzteilbeschaffung planen. Ob und welche weiteren Leistungen sie in Anspruch nehmen wollen, entscheiden sie flexibel.« Das modulare Service-Konzept bietet Online-, Remote- oder On-Site-Services.

Condition Monitoring leicht gemacht

Auch in der Industrie erwarten Nutzer digitaler Services eine leicht verständliche Aufbereitung der Informationen und eine unkomplizierte Handhabung der Hard- und Software. »Condition-Monitoring-Systeme von Schaeffler lassen sich ohne Zusatzqualifikationen nutzen, denn Systemkonfiguration und Datenanalysen sind weitestgehend automatisiert«, legt Rauli Hantikainen dar. Dies betreffe sowohl die skalierbare Optime-Lösung mit kabellosen Ein-Kanal-Sensoren als auch die beiden Systeme für Maschinen mit dynamischen Drehzahl- und Lastzuständen sowie für Umgebungen mit Temperaturen von über 85 °C – das einkanalige CMS SmartCheck und das Multi-Kanal-CMS ProLink. »Mit Condition-Monitoring-Lösungen von Schaeffler haben Betreiber und Instandhalter per App jederzeit den Experten-Blick auf den Zustand fast aller Maschinen eines Werkes.«

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