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Digitaler Zwilling

Nutzerorganisation für Industrie 4.0 gegründet

24. September 2020, 11:35 Uhr   |  WEKA Fachmedien Newsdesk, ts

Nutzerorganisation für Industrie 4.0 gegründet
© Pixabay

VDMA und ZVEI haben gemeinsam mit Bitkom und 20 Firmen aus Maschinenbau und Elektroindustrie eine neue Organisation gegründet. Sie soll Entwicklungen zum digitalen Zwilling zusammenbringen. Vertreten sind namhafte Unternehmen aus der Branche.

Ziel der »Industrial Digital Twin Association« (IDTA) ist es, die parallelen Entwicklungen zum digitalen Zwilling zusammenzubringen und als Open-Source-Anwendung gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen des VDMA und ZVEI zu entwickeln. Anwender profitieren von den frühen Einblicken in die Digitalisierung der Industrieprodukte. Das soll den Aufwand sowie die Integrationszeiten und -kosten in der eigenen Wertschöpfung reduzieren.

Schub für Industrie 4.0

Der digitale Zwilling dient im Industrie-4.0-Einsatz als Schnittstelle der physischen Industrieprodukte in die digitale Welt. Hiermit können Entwickler den gesamten Lebenszyklus von der Produktplanung und Entwicklung über Produktion und Inbetriebnahme bis hin zur Nutzung und Recycling abbilden. Hiermit verbunden sind Potenziale für neue Geschäftsmodelle sowohl für kleine und mittelständische Fabrikausrüster als auch für große Endanwender beispielsweise aus der Fahrzeug- und Prozessindustrie.

Mehrwerte einer gemeinsamen Organisation

Ziel der IDTA ist ein aktives Technologiemanagement sowie das Koordinieren und Stärken der Interessen und Investitionen der Mitglieder. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Dr. Matthias Bölke von Schneider Electric. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Eigentümer von Asentics. »Die Exzellenz der deutschen und europäischen Industrie bei der Entwicklung industrieller Produkte ist weltweit anerkannt. Nun ist es an der Zeit, das digitale Ökosystem rund um diese Produkte weltweit mit dem gleichen Qualitätsanspruch zu gestalten«, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA.

Man stehe vor der einmaligen Chance, mit dem Schulterschluss von Maschinenbau und Elektroindustrie die digitale Wertschöpfung in der Industrie für die nächsten Jahrzehnte zu prägen – zum Nutzen aller Wirtschaftszweige, ergänzt Gunther Koschnick vom ZVEI. Man freue sich außerdem, dass es VDMA und ZVEI gelungen sei, eine neutrale, jedoch industrieorientierte und global durchschlagsfähige Plattform zu schaffen. Sie soll den digitalen Zwilling für Industrie 4.0 als Open-Source-Anwendung in die Welt tragen, betont Frank Melzer, der als Leiter des Lenkungskreises der Nationalen Plattform Industrie 4.0 die Vereinsgründung mitinitiiert hat.

Namhafte Unternehmen unter den Gründungsmitgliedern

Eine solche Herausforderung erfordert ein gemeinsames internationales Handeln. Neben dem VDMA und ZVEI gehören folgende Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern:

  • ABB
  • Asentics
  • Bitkom
  • Bosch
  • Bosch Rexroth
  • Danfoss
  • Endress+Hauser
  • Festo
  • Homag
  • KUKA
  • Lenze
  • Pepperl+Fuchs
  • Phoenix Contact
  • SAP
  • Schneider Electric
  • Schunk
  • Siemens
  • Trumpf
  • Turck
  • Volkswagen
  • Wittenstein

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ZVEI Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie e.V., VDMA Verband Deutscher Maschinen- u. Anlagenbau e.V.