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Das größte Sigfox-Netz Europas

Heliot kauft Sigfox Deutschland

17. September 2020, 15:10 Uhr   |  Heinz Arnold

Heliot kauft Sigfox Deutschland
© Sigfox

Ludovic Le Moan, CEO und Mitbegründer von Sigfox: »Wir haben uns zur Aufgabe gesetzt, zusammen mit unseren Operatoren wie Heliot und unseren Partnern im Ökosystem die Kosten für die erforderliche Datenextraktion so weit wie irgend möglich zu reduzieren.«

Gleichzeitig beteiligt sich Cube Infrastucture Managers mehrheitlich an Heliot, die die Sigfox-Netze in Österreich, Schweiz und Lichtenstein betreibt, und führt die Netze dieser Länder und Deutschlands zusammen.

Heliot Europe ist Eigentümer und Betreiber der 0G-Netze (auch unter Low Power Wide Area Network, kurz LPWAN, bekannt) von Sigfox in Östereich, der Schweiz und Lichtenstein. Damit entsteht unter Führung von Cube Infrastructure Managers (Cube) das größte 0G-Netz Europas. Ziel von Cube ist es, das Wachstum dieser IoT-Infrastruktur in der DACH-Region im Rahmen eines Joint Ventures zusammen mit dem bisherigen Betreiber der Netze zu beschleunigen, der weiterhin eine Minderheitsbeteiligung an Heliot Europe behält.

Damit will Sigfox die Datenwert-Extraktion und der Verbesserung der Cloud-Algorithmen beschleunigt finanzieren, den Energieverbrauch senken und schneller günstige Geräte und Sensoren auf den Markt bringen. 

Sigfox hat über die vergangenen Jahre seine 0G-IoT-Dienste durch die Einführung des 0G-Netzes in 72 Ländern und Regionen stark ausgedehnt, was größtenteils mit Partnern, den sogenannten Sigfox Operators, erreicht wurde. Diese Betreiber sind Eigentümer der 0G-Netze, die sie exklusiv zur Bereitstellung von 0G-IoT-Diensten betreiben, um Kunden weltweite Konnektivität anzubieten. Selber ausgerollt hat Sigfox neben dem Netz in Deutschland die Netze in Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Der Verkauf des deutschen 0G-Netzes an Cube ermöglicht es Sigfox nun, »seine kontinuierlichen Innovationsinitiativen im Bereich der Datenwert-Extraktion und der Verbesserung der Cloud-Algorithmen beschleunigt zu finanzieren, um den Energieverbrauch noch weiter zu senken und die Marktreife noch besserer und kostengünstigerer Geräte und Sensoren zu beschleunigen«, wie es in der Mitteilung von Sigfox zu dieser Transaktion heißt.
 
Laut Sigfox habe das 0G-Netz mittlerweile das Vertrauen zahlreicher Branchen gewonnen. Kunden hätten mit Sigfox-0G unter anderem das Management ihrer Bestände und Produktlieferungen verbessert und deutliche Effizienzgewinne erzielt, indem sie kurze Nachrichten mittels erschwinglicher, autonomer und langlebiger Sensoren erfassen.

Anstatt mit der omnipräsenten Mobilfunktechnologie zu konkurrieren, hat sich die 0G-Technologie zudem überall dort als sinnvolle Ergänzung erwiesen, wo Mobilfunk in jedweder Form nicht geeignet ist. Möglich wurde dies durch Geräte, die deutlich weniger Energie und Funkspektrum benötigen – zu geringeren Kosten.

»Die Übernahmen von Sigfox Deutschland und Heliot Europe durch Cube markieren damit auch einen Meilenstein in der Entwicklung der 0G-Technologie, da Cube mit diesem Investment klar auf das langfristige Wachstumspotential dieses IoT-Infrastrukturnetzes setzt«, so Sigfox. Die Aufnahme des neuen Partners Cube in das weltweite Sigfox-Ökosystem bestätige die langfristig angelegte Wachstumsstrategie von Sigfox selbst - und sei zugleich auch ein wichtiges Signal für das gesamte Sigfox-Ökosystem – angefangen von den weiteren Sigfox-Operatoren bis hin zu allen Lieferanten, Partnern und Kunden.
 
»Wir haben uns zur Aufgabe gesetzt, zusammen mit unseren Operatoren wie Heliot und unseren Partnern im Ökosystem die Kosten für die erforderliche Datenextraktion so weit wie irgend möglich zu reduzieren. Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur ist hierbei ein erster bedeutender Schritt hin zu wirklich niedrigeren Gesamtbetriebskosten und zu höherer Zuverlässigkeit und Interoperabilität«, sagt Ludovic Le Moan, CEO und Mitbegründer von Sigfox.
 
Cube sieht sich als Pionier im Sektor der Infrastrukturfonds, der schon früh in Glasfaserinfrastrukturunternehmen in Europa investiert habe – noch lange bevor Glasfaser zum »vierten Versorgungsunternehmen« wurde. Über die letzten zehn Jahren habe Cube das Wachstum mehrerer europäischer Infrastrukturbetreiber erfolgreich begleitet. »Im Zuge der digitalen Transformation unserer Volkswirtschaften sehen wir heute die Entwicklung eines massiven IoT als entscheidende Voraussetzung und Triebkraft für den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fortschritt Europas an«, sagt Henri Piganeau, Managing Partner von Cube Infrastructure Managers. Mit dieser Investition in die Heliot-Plattform und unserer strategischen Allianz mit Sigfox ziele Cube nun darauf ab, eine neue Kommunikationsinfrastruktur zu konsolidieren, ihr Potenzial zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Zielmärkte und Territorien zu nutzen und zur effizienten Nutzung öffentlich verfügbarer Dienstleistungen und knapper Ressourcen beizutragen.
 
»Mit Cube als Hauptaktionär können wir unsere  Vision vorantreiben, die vor über zwei Jahren mit der Unterzeichnung der Konzessionen mit Sigfox für Österreich, für die Schweiz und Liechtenstein begann. Die Übernahme von Sigfox Germany ist ein wichtiger Meilenstein in unserer Entwicklung, und wir werden die von Sigfox Germany bereits erfolgreich mit namhaften deutschen und internationalen Industriekunden begonnenen Projekte und Partnerschaften in Bereichen wie Einzelhandel, Automobil und Logistik weiter fortsetzen und vertiefen«, erklärt Thomas Scheibel, CEO von Heliot.

Damit entsteht ein 0G-Netz von der Adria bis zur Nordsee aus einer Hand. Heliot will damit das IoT im Herzen Europas beschleunigen und fördern. Das sei auch von Anfang an das Ziel von Sigfox gewesen, so Ludovic Le Moan: »Der Verkauf von Sigfox Germany an die Partner Heliot und Cube wird es uns ermöglichen, dieses Versprechen weiterhin zu halten. Wir haben das weltweit erste Low-Power Netz aufgebaut und einen realen Wert geschaffen. Ein Netz, das auf Dauer angelegt ist. Dies spiegelt sich auch in der immer weiter wachsenden Anzahl von Kunden wider, die täglich zu uns kommen.«

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