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5G-basierte Indoor-Lokalisierung

Finden statt suchen mit dem omlox-Standard

Telekom und Trumpf kooperieren im Bereich der Ortungssysteme für die vernetzte Industrie in 5G-Campus-Netzen.
Telekom und Trumpf kooperieren im Bereich der Ortungssysteme für die vernetzte Industrie in 5G-Campus-Netzen.
© Deutsche Telekom/Trumpf

Die von Trumpf und der Deutschen Telekom entwickelte Indoor-Lokalisierung auf Basis einer 5G-Campus-Edge-Umgebung ermittelt in Echtzeit die Position von Objekten.

Damit werden zeitaufwendige Suchen in Produktions- und Lagerhallen vermieden, was gleichermaßen für Maschienen wie Gabelstapler, Drohnen, fahrerlose Transportsysteme und Werkzeuge verschiedener Hersteller gilt. Dazu ist nur eine Infrastruktur erforderlich, Fertigungs- und Logistikprozesse werden effizienter und besser planbar als bisher. Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts ist es der Deutschen Telekom und Trumpf nun gelungen, die Ortungstechnologie in der 5G-Testumgebung des Center Connected Industry (CCI) der RWTH Aachen umzusetzen. Am 6. Oktober 2021 wird das Projekt dort bei der virtuellen T-Systems-Veranstaltung »Telekom Edge NXT@CCI«  präsentiert.  Unternehmen können ihre Lokalisierungssysteme mit dieser 5G-gestützten Ultrabreitband-Technologie künftig flexibel und kostengünstig einrichten und an ihre Fertigung anpassen. Geplant ist, das Produkt im nächsten Jahr gemeinsam zu vermarkten.

»Unsere leistungsfähigen 5G Campus-Netze in Kombination mit digitalen Industrie-Anwendungen bergen enormes Potenzial für Effizienzsteigerungen in der Industrie. Die implementierte Lokalisierungs-Lösung ist erst der Anfang unserer gemeinsamen Zusammenarbeit«, sagt Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation bei der Deutschen Telekom.

Zentimetergenaue Ortung dank omlox

Für die Echtzeit-Ortung von Objekten in einer Fabrikhalle werden bewegliche Gegenstände wie Paletten oder Flurförderfahrzeuge mit Tags versehen, die Ultrabreitband-Funkwellen (UWB) aussenden. Empfänger, auch Satelliten genannt, orten durch diese Funkwellen die Position bis auf 10 bis 30 cm genau. Das Besondere daran: Der Technologie liegt der omlox-Standard (Open Location Standard) zu Grunde. Damit lassen sich die Endgeräte von verschiedenen Herstellern miteinander kombinieren und gemeinsam nutzen. Diese UWB-Ortung ist besonders für den anspruchsvollen Einsatz in der Industrie geeignet. »Der Industriestandort Deutschland nimmt im Maschinen- und Anlagenbau weltweit eine Führungsposition ein. Als Leitanwender und Leitanbieter für digital vernetzte Lösungen können wir diese Rolle weiter ausbauen. Starke, branchenübergreifende Partnerschaften wie diese sind der Schlüssel dazu«, sagt Peter Leibinger, Chief Technology Officer und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Trumpf.

5G-gestützte Ortung für die flexible Fertigung

Die Daten der omlox-Satelliten wurden bisher über eine feste Verkabelung übermittelt. Eine flexible Produktion, insbesondere bei Kleinserien- und Prototypenfertigung, erfordert jedoch regelmäßige Änderungen in den Fertigungs- und Montagekonzepten. Entsprechend muss auch die IT-Infrastruktur inklusive des Lokalisierungssystems angepasst werden können. Doch bisher behinderte die feste Verkabelung eine solche kurzfristige Anpassung. Die nun von Telekom und Trumpf erprobte Lösung nutzt stattdessen ein mobiles 5G-Campus-Netz zur Datenübertragung der Satelliten – bei gleich guter Leistung. Das ermöglicht es, die Lokalisierungs-Infrastruktur zu geringeren Kosten und mit weniger Aufwand innerhalb einer Werkshalle einzubauen und neu zu positionieren.

omlox-Standard auf der Edge-Cloud

Die gemeinsam umgesetzte Indoor-Ortung nutzt das 5G-Campus-Netzwerk für die Datenübertragung an einen Edge-Cloud-Service von T-Systems. In der lokalen Cloud wird mittels Edge-Computing die Position des Senders berechnet, beispielsweise in einer Produktionshalle. Die Position wird über die standardisierte omlox-Software-Schnittstelle den Kunden-Anwendungen zur Verfügung gestellt. Das kann beispielsweise eine Visualisierung auf einer Karte oder die digitale 3D-Nachbildung der Produktionshalle (Digitaler Zwilling) sein. Omlox ist ein interoperabler Standard für industrielle Ortungssysteme, über den sich auch innerhalb von Gebäuden Geräte hochgenau ausfindig machen lassen.


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