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Interxion und Avacon

Digitalpark mit 200-MW-Anschluss

20. November 2020, 07:51 Uhr   |  Heinz Arnold

Digitalpark mit 200-MW-Anschluss
© Interxion

Der Rechenzentrumsdienstleister Interxion und der Energieversorger Avacon entwickeln im Osten Frankfurts einen Digitalpark, für den Avacon einen 200-MW-Ansluss zur Verfügung stellt.

200 MW – das entspricht in etwa der Abnahmespitze einer 200.000-Einwohner-Stadt. Der Großraum Frankfurt/Rhein-Main ist das größte Wachstumsgebiet für Rechenzentren-Kapazitäten in Deutschland. Nicht zuletzt, weil sich der weltweit größte Internetknoten – DE-CIX – ebenfalls im Frankfurter Osten befindet.

Weil große Rechenzentren auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen sind, besteht die Herausforderung im Ballungszentrum Frankfurt darin, die bestehenden Engpässe im Bereich der Stromversorgung zu beseitigen. Daher hat Avacon als Hochspannungsnetzbetreiber gemeinsam mit den Netzbetreibern Mainova und TenneT, ein umfassendes Ausbaukonzept für den Großraum Frankfurt-Rhein-Main angekündigt und Investitionen von 750 Mio. Euro bereits im August zugesagt. Damit kann auch zukünftig die Versorgungssicherheit für alle, Unternehmen und Privatkunden, auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Im Digitalpark Fechenheim im Osten von Frankfurt sollen auf rund 90.000 Quadratmetern Kapazitäten von 180 MW entstehen. Interxion entwickelt das ehemalige Neckermann-Areal zu einem modernen Campus, der Kunden aus den unterschiedlichen Segmenten (wie Internet Service Provider, Cloud-Anbieter, Enterprise-Kunden und Connectivity-Partnern) eine leistungsfähige und skalierbare Umgebung für ihre IT-Infrastruktur bietet. Für den Standort Frankfurt bedeutet diese Investition in den nächsten zehn Jahren eine zukunftssichere Nutzung wie auch nachhaltige Positionierung als europäische Internet-Hauptstadt.

»Leistungsstarke Strom- und Datennetze gespeist mit grüner Energie sind das Rückgrat der Energiewende und einer modernen Gesellschaft. Der dynamische Ausbau der 110-kV-Infrastruktur ist für energieintensive Unternehmen, wie das Beispiel von Interxion beweist, zwingend erforderlich und muss nachhaltig und engpassfrei erfolgen«, sagt Marten Bunnemann, CEO von Avacon.

Interxion Deutschland und Avacon haben die gemeinsamen Planungen in den letzten Monaten intensiviert und arbeiten an den entsprechenden Genehmigungen, um den kurzfristigen Start der Arbeiten zu gewährleistet und den vereinbarten Bereitstellungstermin der gesamten Anschlussleistung sicherstellen zu können.

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