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Optimum datamanagement solutions

Digitale Assistenz auf dem Shopfloor

12. April 2021, 09:18 Uhr   |  Andreas Knoll

Digitale Assistenz auf dem Shopfloor
© Optimum datamanagement solutions

Das Werkerassistenzsystem »Schlauer Klaus« umfasst einen Rechner für die Bildverarbeitung, eine Kamera, eine Beleuchtung und einen Touch-Monitor.

Kognitive Assistenzsysteme für den Shopfloor können nicht nur die Mitarbeiter entlasten, sondern auch die Qualität erhöhen und die Produktivität steigern. Optimum datamanagement solutions hat ein entsprechendes System aus abgestimmten Soft- und Hardware-Komponenten entwickelt.

Die digitale Transformation der Elektronikindustrie hin zu Industrie 4.0 und IIoT ist in vollem Gang. Getrieben durch den weltweiten Wettbewerb, arbeiten viele Unternehmen an der Umsetzung digitaler Möglichkeiten auf dem Shopfloor. Andere wiederum nutzen diese Chancen schon umfangreich, weil fehlerhafte Auslieferungen unter anderem durch Konventionalstrafen und Imageverlust teuer zu stehen kommen. Besonders der Markt der Vormontage ist dabei heftig umkämpft. »Märkte wie etwa EMS-Dienstleistungen stehen unter einem hohen Preisdruck, weshalb sich Unternehmen durch Prozesssicherheit und Qualität von den Mitbewerbern abgrenzen müssen«, erläutert Wolfgang Mahanty, Geschäftsführer der Optimum datamanagement solutions GmbH.

Die Software-Experten von Optimum datamanagement solutions befassen sich seit 1993 mit den vielfältigen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. Sie nutzen ihr spezifisches Wissen, um Datenbank-Management und Bildverarbeitung miteinander zu verbinden, Prozesse zu digitalisieren und Workflows abzubilden. »Die Digitalisierung hat indessen ihre Tücken«, sagt Wolfgang Mahanty. »Während junge Leute vielfach gut mit digitaler Technik umgehen können, hält diese für manch anderen Herausforderungen bereit.«

Gleichzeitig verändern der digitale Wandel und die daraus resultierende zunehmende Vernetzung der Technik die industrielle Automatisierung unaufhörlich. Gefragt sind zukunftsfähige Systeme, die nicht wertschöpfende Tätigkeiten wie etwa das Drücken von Bestätigungsknöpfen übernehmen und Zeit einsparen. Optimum datamanagement solutions hat deshalb den „Schlauen Klaus“ entwickelt, ein kognitives Werkerassistenzsystem aus dedizierter Hard- und Software. Damit lässt sich der Shopfloor einer Produktionsstätte digitalisieren, die Qualität zu 100 Prozent sichern und zudem die Produktivität steigern. Zudem kann er zur Entlastung der Mitarbeiter beitragen.

Der Schlaue Klaus eignet sich besonders für komplexe, manuelle Fertigungsschritte mit hoher Variantenvielfalt (Low Volume – High Mix), hohen Qualitätsanforderungen und aufwändig zu dokumentierenden Prozessen, etwa die THT-Bestückung. Eingesetzt wird das System aktuell hauptsächlich in der Elektro- und Automobilindustrie. Aber auch Branchen wie die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrt und die industrielle Fertigung sind potenzielle Einsatzfelder.

Genutzt wird das kognitive Assistenzsystem direkt auf dem Shopfloor. Dort führt es die Mitarbeiter in Echtzeit anhand einer am Bildschirm angezeigten Schritt-für-Schritt-Anleitung durch den Arbeitsprozess. Zeitgleich prüft die Technologie optisch, ob Komponenten korrekt ausgewählt und in der richtigen Anzahl an den richtigen Stellen montiert wurden. Fehlende oder falsch platzierte Bauteile zeigt der Schlaue Klaus den Mitarbeitern anhand audiovisueller Hinweise ebenso an wie akkurat ausgeführte Arbeitsschritte. Ist ein Montageschritt erfolgreich ausgeführt, lobt das System und schaltet automatisch weiter. Weil Mitarbeiter, die mit dem Schlauen Klaus arbeiten, kein tiefergehendes Produktwissen benötigen, sind sie flexibel einsetzbar. Sie erlernen durch das System neue Montageaufgaben ohne spezifische Schulungen und können zugleich stressfrei arbeiten.

Die Digitalisierung eröffnet neue Wege

Weil sich Produktionsfehler in hohen Summen niederschlagen können, arbeiten Unternehmen kontinuierlich daran, die Kennzahlen für Produktivität, Qualität und Flexibilität zu verbessern. Digitale Assistenzsysteme können hier vielfältig unterstützen. So ist beispielsweise eine Vier-Augen-Kontrolle nicht mehr erforderlich, sobald der Schlaue Klaus zum Einsatz kommt. »Kunden haben durch das Assistenzsystem eine Produktivitätssteigerung von 20 Prozent erzielt«, hebt Wolfgang Mahanty hervor.

Digitale Systeme am Wareneingang können mittlerweile das Scannen von Lieferscheinen, das Identifizieren von Artikeln, die Prüfplanung und die Artikelprüfung übernehmen. Die Mitarbeiter müssen die Waren somit nur noch auspacken und einlagern. Das Gleiche gilt für die Bereiche Montage und Endkontrolle. Zwar besteht die Möglichkeit, Arbeitsaufträge und Arbeitsanweisungen digital zu übermitteln, Arbeitsplätze digital einzurichten, die Qualität digital zu kontrollieren und schließlich Ergebnisse digital zu dokumentieren.

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1. Digitale Assistenz auf dem Shopfloor
2. Multimodulare Mensch-Technik-Interaktion

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