Über 200.000 Teile bereits im Einsatz

Stratasys beschleunigt die Produktion von Airbus

10. April 2026, 8:30 Uhr | Karin Zühlke
Airbus lässt Bauteile für z.B. den A400M mit dem Stratasys Ultem 9085 Filament Certified Grade (CG) Material auf mehreren industriellen FDM-Druckern von Stratasys fertigen.
© Airbus

Zertifizierte Teile, die aus dem Ultem 9085-Filament CG von Stratasys gedruckt wurden, sollen die Ausfallzeiten von Flugzeugen reduzieren und Lieferkettenrisiken senken.

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Mithilfe der Technologie von Stratasys produziert Airbus jährlich mehr als 25.000 flugtaugliche 3D-gedruckte Teile und verändert damit die Art und Weise, wie Flugzeuge gebaut und gewartet werden. Ausgehend von einem ersten Bauteil, einer Ersatz-Komponente für einen Crew-Sitz, hat Airbus die additive Fertigung umfassend eingeführt und auf ein neues Niveau gehoben: Über 200.000 zertifizierte Stratasys-Polymerteile sind mittlerweile im aktiven Einsatz.

Aktuelle Daten zeigen, dass der Einsatz von 3D-gedruckten Stratasys-Bauteilen im Airbus A350 zu einer Gewichtsreduzierung von 43 Prozent, zum Wegfall der Mindestbestellmenge (MOQ) und einer Verkürzung der Vorlaufzeit um 85 Prozent geführt hat. Dadurch konnten erhebliche Kosten und mehrere Wochen Produktionszeit eingespart werden. Airbus lässt Bauteile für die Modelle A320, A350 und A400M mit dem Stratasys Ultem 9085 Filament Certified Grade (CG) Material auf mehreren industriellen FDM-Druckern von Stratasys fertigen.

»Die additive Fertigungstechnologie von Stratasys ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Engagements für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt«, sagte Serge Senac, Airbus Industrial Leader für Polymer Additive Manufacturing. »Wir können zertifizierte, reproduzierbare Bauteile schneller herstellen und sind dabei weniger auf komplexe Lieferketten angewiesen. Diese Fertigungsflexibilität senkt die Kosten und sorgt für eine verbesserte Reaktionsfähigkeit, um die Anforderungen unserer Kunden weltweit zu erfüllen. Nicht zuletzt trägt diese Technologie zur Roadmap von Airbus bei, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.«

Die Teile erfüllen strenge Anforderungen der Luft- und Raumfahrt und ermöglichen gleichzeitig einen schnelleren und kostengünstigeren Austausch verschiedener Komponenten im gesamten Flugzeug. Dank der dezentralen Fertigung kann Airbus Teile dort produzieren, wo und wann sie benötigt werden, wodurch Ausfallzeiten von Flugzeugen reduziert, Lagerbestände minimiert und kostspielige Verzögerungen in der Lieferkette vermieden werden.

»Unsere Zusammenarbeit mit Airbus ist ein Beleg dafür, dass die additive Fertigung in großem Maßstab in die Serienproduktion integriert wird und ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann«, so Rich Garrity, Chief Business Unit Officer bei Stratasys. »Mit Zehntausenden von zertifizierten Teilen, die bereits im Einsatz sind, erleben wir einen Wendepunkt, nicht nur für Airbus, sondern für die gesamte Luft- und Raumfahrtindustrie. Die Nachfrage nach leichteren, schnelleren und widerstandsfähigeren Lieferketten beschleunigt sich und führt weltweit zur Einführung von Stratasys-Technologie. Was Airbus heute erreicht, läutet das nächste Wachstumskapitel für unsere Branche ein: zertifizierte additive Fertigung als gängige Produktionsmethode in der globalen Luftfahrt.«


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