DC-USV-Systeme

Zuverlässiger durch Kombination

24. Oktober 2018, 10:00 Uhr | Felix Schulte, Phoenix Contact

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Praxisbeispiel Aufzugsteuerung

In zahlreichen Anwendungen muss allerdings ein vollständiger Aufbau, zum Beispiel ein Steuerschrank, versorgt werden – dann zeigt sich deutlich das Problem des beschränkten Bauraums. Ein Beispiel für den Einsatz einer USV ist die Versorgung einer Aufzugsteuerung. Hier muss bei einem Netzausfall eine Fernmeldung an den Betreiber oder auch an Rettungsdienste abgesetzt werden. Der Energiebedarf der erforderlichen Verbraucher beträgt maximal 4 A, und die geforderte Pufferzeit liegt bei über fünf Minuten. Bei derartigen Anwendungen kommen noch besondere normative Anforderungen hinzu – der angeschlossene Energiespeicher etwa muss aktiv überwacht werden.

Für derartige Anwendungen bietet Phoenix Contact mit den unterbrechungsfreien Stromversorgungen der Serie Trio Power der zweiten Generation eine sinnvolle Lösung. Diese eignet sich gut, wo die Platzverhältnisse eng sind und alle angeschlossen Lasten zu puffern sind, da sie ein Netzteil mit Weitbereichseingang und eine USV in einem Gehäuse integrieren.

In unserer Aufzugsapplikation ist ein Ausgangsstrom von 4 A erforderlich. Hier eignet sich die Trio-Power-USV mit 5 A Nennstrom, die auch über die Reserve von 20 % für Erweiterungen verfügt. Das Gerät mit einer Baubreite von 60 mm stellt intern zusätzlich zum Laststrom auch einen maximalen Ladestrom von 1,5 A dauerhaft zur Verfügung. Der Anwender kann also sicher sein, dass das 5 A-Gerät über ausreichende Reserven zum Laden des Energiespeichers verfügt. Außerdem kann er das Gerät wählen, das zu seinen applikationsseitigen Lastanforderungen passt. Weitere Überlegungen hinsichtlich des Ladestroms sind nicht erforderlich.

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    Phoenix Contact, USV
    Bild 2: Das Modul UPS-BAT mit 1,3 Ah (rechts) ist als Bleibatterie in der VRLA-Technologie (Valve-Regulated-Lead-Acid) ausgeführt.
    © Phoenix Contact

    Um die geforderte Pufferzeit zu erreichen, wird zusätzlich lediglich ein Energiespeicher mit 1,3 Ah mittels zwei Leitungen an die USV angeschlossen. Damit ist das USV-System bereits vollständig einsatzbereit (Bild 2).

    Die Forderung nach aktiver Batterieüberwachung lässt sich mit den USV-Geräten der Serie Trio Power ebenfalls erfüllen. So stehen ein Alarm-Signalkontakt und eine LED-Anzeige zur Verfügung, die zum Beispiel dann aktiv werden, wenn die maximal zulässige Wiederaufladezeit überschritten wurde und damit ein potenzieller Defekt der Batterie vorliegt. Neben der Fehlerauswertung über Signalkontakte lässt sich auch per USB eine Verbindung zu einem PC herstellen. Über die kostenfreie Software UPS-Conf kann die USV-Anlage dann überwacht werden.

    Durch die Kombination von Netzteil und USV sparen die neuen USV-Systeme von Phoenix Contact nicht nur Platz, sie vereinfachen auch die Planung. Das gilt besonders dann, wenn anwendungsseitig Lasten nur gepuffert werden müssen. Zudem sind sie auf die Anforderungen verschiedener Applikationsfelder zugeschnitten.

    Trio Power DC-USV - die zweite Generation

    Die unterbrechungsfreien Stromversorgungen der Serie Trio Power der zweiten Generation bilden eine recht latzsparende Kombination aus Netzteil mit Weitbereichseingang und USV in einem Gerät. Drei neue Modelle stehen zur Verfügung. Die wichtigsten Merkmale und Funktionen auf einen Blick:

    • Einphasiger (5 A und 10 A) oder dreiphasiger (20 A) AC-Weitbereichseingang,
    • Umfangreiche Signalisierung,
    • USB-Kommunikationsschnittstelle für Konfiguration, Monitoring und kontrolliertes Herunter-fahren des PC,
    • Dynamischer Boost für bis zu 150 Prozent der Nennausgangsleistung für 5 s,
    • Push-in-Anschlusstechnik für die schnelle Verdrahtung und
    • Batterie-Start-Funktion zum Starten aus dem Energiespeicher ohne Eingangsnetz.

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