Hoher Verlust bei Siemens Energy

In Zukunft: Keine reinen Kohlekraftwerke mehr

10. November 2020, 8:06 Uhr | dpa, Newsdesk st
Christian Bruch, Siemens Energy: »Für jeden der möglichen Standorte in Deutschland gab es gute Argumente. Mit der Wahl für Berlin verknüpfen wir die historischen Wurzeln von Siemens Energy mit der Gestaltung der zukünftigen, nachhaltigeren Energiewel
Christian Bruch, Siemens Energy
© Siemens Energy

Bei seiner ersten Jahresbilanz hat Siemens Energy tiefrote Zahlen vorgelegt. Belastet von der Corona-Pandemie und Sondereffekten meldete das als Abspaltung von Siemens entstandene, neue Unternehmen am Dienstag einen Verlust von 1,9 Mrd. Euro.

Dennoch zeigte sich Siemens-Energy-Chef Christian Bruch zufrieden: »Wir haben unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2020 vollständig erreicht und bestätigen den Ausblick für das Geschäftsjahr 2021«, sagte er. Bruch will Siemens Energy wieder profitabler machen und hat dazu bereits Anfang September Pläne vorgestellt.

Zum aktuellen hohen Verlust haben dem Unternehmen zufolge negative Sondereffekte von rund 1,5 Mrd. Euro beigetragen. 956 Mio. Euro entfielen demnach auf Wertminderungen und Abschreibungen, 376 Mio. Euro auf Restrukturierungsaufwendungen und 195 Mio. Euro auf die Kosten der Loslösung von Siemens. Der Dax-Konzern hatte Energy am 28. September - also zwei Tage vor Ende des Geschäftsjahres - an die Börse geführt.

Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr 2021 erwartet Siemens Energy wieder wachsende Umsätze, nachdem diese 2020 um 5 Prozent auf 27,5 Mrd. Euro sanken. Auch das Ergebnis soll sich verbessern.

Zudem geht das Unternehmen einen Schritt in Richtung Abschied vom Geschäft mit Kohle. Ab sofort werde man sich nicht mehr an Ausschreibungen für Projekte beteiligen, in denen reine Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung gebaut werden, hieß es. Bereits bestehende Verpflichtungen werde man aber erfüllen.


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Siemens AG Sector Energy