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Unfassende Beratung

Herausforderungen im Umgang mit Lithium-Batterien


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Tests und Zertifizierungen

Tests und Zertifizierungen
 
Bereits in der Design-In-Phase des Endprodukts ist es wichtig, mit einem Batterieassemblierer zusammenzuarbeiten, der die Chancen und Risiken kennt und das Projekt des Herstellers aus Batteriesicht im Blick behält. Das bedeutet, den Hersteller nicht nur hinsichtlich der Sicherheit und Batterieperformance, sondern auch hinsichtlich gesetzlicher Vorgaben, dem Transport des Endprodukts, als auch der Besonderheiten einzelner Branchen, in der das Produkt zum Einsatz kommt, zu beraten. Denn neben dem UN38.3-Transporttest gibt es weitere zum Teil verpflichtende aber auch optionale Tests, die weltweit nicht einheitlich gültig sind. Dies sicher zu regeln, ist für den Hersteller eine weitere, sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die nur gemeinsam mit einem erfahrenen Batterieassemblierer lösbar ist.

Transporttests
 
Der UN38.3-Transporttest ist der verpflichtende Transporttest der Vereinten Nationen. Eine erfolgreiche Prüfung ist weltweit Voraussetzung, um ein Produkt per Straße, Schiene, Schifffahrt oder Luft befördern zu dürfen. Bei diesem Test werden grundlegende Gefährdungspotentiale überprüft, die von der Batterie ausgehen. So wird die Batterie beispielsweise aus einer gewissen Höhe fallengelassen, auf Schwingungen oder thermische Veränderungen geprüft und die Reaktion auf Über- oder Unterladung getestet. Weiterführende Regeln wie ADR, IATA, RID und IMDG über den Versand mit den verschiedenen Verkehrsträgern regeln außerdem, welche jeweils besonderen Vorschriften beim Transport zu beachten sind und wie die Batterien zu verpacken sind. Wird ein Produkt in den USA vertrieben, benötigt die Zelle zudem eine Prüfung gemäß UL1642, der nach den Vorgaben von Underwriter Laboratories durchzuführen ist.
Branchenspezifische Tests
 
Eine Anwendung des Produkts in speziellen Branchen erfordert weitere optionale Tests. So gibt beispielsweise die Medizintechnik verschiedene Zertifizierungen vor, um dafür zu sorgen, dass das Produkt im Einsatz am oder im Menschen zusätzliche Sicherheitsanforderungen erfüllt. So ist der IEC62133 ein Zertifizierungsverfahren der International Electronical Commission (IEC), eines Normungsgremiums der Elektrotechnik. Wie bei UL1642 werden hier über die Anforderungen des UN-Tests hinausgehende Prüfungen mit der Batterie durchgeführt, die die Sicherheit der Batterie gewährleisten sollen.

Tests bei besonderen Anforderungen
 
Kommt das Produkt in explosionsgefährdeten Bereichen zum Einsatz, muss das gesamte Gerät inklusive der Batterie die ATEX-Zertifizierung aufweisen. Dafür muss die Batterie bestimmten Anforderungen genügen.

Gesetzliche Vorgaben
 
Das Einhalten der gesetzlichen Vorgaben, wie des Batterie Gesetzes (BattG), die Regeln der CE-Konformität oder die Vorgaben der RoHS- und REACH-Verordnungen sollte Arbeitsgrundlage eines jeden Batterieassemblierers sein. Die notwendigen, sprich verpflichtenden oder optionalen Zertifizierungen sind in der Projektphase gemeinsam mit dem Hersteller zu erarbeiten und können vom Batterieassemblierer durchgeführt werden.

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