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Display-Glashersteller NEG

Erhöhte Jahresprognose trotz Super-GAU

Geschmolzenes Glas
Im NEG-Werk führte erstarrte Glasschmelze über Monate zu einem Produktionsausfall. Das Werk hat den Betrieb wieder aufgenommen und seit April eine »solide Produktionsauslastung«.
© Benoit Daoust | Shutterstock.com

Die Glasproduktion im Werk in Takatsuki geht weiter. Im Dezember 2020 kam es zum Super-GAU mit monatelangem Produktionsstillstand. Analysten schätzen den Ausfall auf 4 % der weltweiten Display-Glasproduktion.

Der japanische Hersteller NEG kehrt zur Normalität zurück. Obwohl es zu hohen Produktionsausfällen kam, wurde die Umsatzprognose für das Jahr 2021 um 3,8 Prozent auf rund 2,046 Mrd. Euro erhöht. Der erwartete Gewinn wird auf ca. 167 Mio. Euro angehoben, eine Steigerung von 10 Prozent zur vorherigen Prognose und 24,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Gründe für die Revision nennt NEG eine deutlich gestiegene Nachfrage für Displays (Flat Panel Displays, FPDs) und die Modernisierung der eigenen Produktionsprozesse für eine effizientere Glasherstellung.

Stromausfall im Werk

Im NEG-Werk Shiga-Takatsuki in der Präfektur Osaka kam es im Dezember letzten Jahres zu einem mehrstündigen Stromausfall, der Glasschmelze auf den Produktionsanlagen erstarren ließ. Die entstehenden Reparaturkosten schätzte NEG auf rund 55 Millionen Euro. Den Produktionsausfall durch die mehrere Monate dauernden Reparaturarbeiten beziffern Analysen von DSCC (Display Supply Chain Consultants) auf rund 4 Mio. m². Im April berichtete NEG wieder von einer »soliden Produktionsauslastung«. Laut DSCC-Analysten werden im Werk Shiga-Takatsuki pro Quartal rund 6 Mio. m² Display-Gläser produziert, was 20 % der globalen Produktion des Unternehmens und 4 % der weltweiten Glasproduktion für Displays entspreche.

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