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5G-Ausbau

FTTA-Messungen auch ohne Spezialwissen

10. November 2020, 08:55 Uhr   |  Nicole Wörner

FTTA-Messungen auch ohne Spezialwissen
© Mike Mareen/stock.adobe.com

Die FTTA-Technologie (Fiber to the Antenna) ersetzt Koaxialkabel an Funktürmen – die üblicherweise zur Signalübertragung zwischen Antenne und Basisstation eingesetzt werden – durch wesentlich kompaktere und leichtere Glasfaserkabel.

Der Aufbau von FTTA-Netzwerkarchitekturen erfordert einiges an Wissen bezüglich der Handhabung von Glasfaserkabeln und der Leistungsprüfung aller installierten Komponenten. Für effiziente Testmessungen auch ohne tiefes Messtechnik-Know-how bietet Viavi einfach zu bedienende Komplettlösungen an.

Der Ausbau von 5G-Netzen soll die rapide steigende Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung in Mobilfunknetzen abdecken. Um dem enormen Bedarf an Bandbreite in 5G-Netzen gerecht zu werden und gleichzeitig Betriebskosten zu senken, optimieren Mobilfunkbetreiber ihre Netzwerke zunehmend mit FTTA (Fiber to the Antenna). Die neue Netzwerkarchitektur ersetzt Koaxialkabel an Funktürmen – die üblicherweise zur Signalübertragung zwischen Antenne und Basisstation eingesetzt werden – durch wesentlich kompaktere und leichtere Glasfaserkabel. Weil diese aufgrund ihres kleineren Durchmessers wesentlich weniger Platz als Koaxialkabel beanspruchen, lassen sich auf diese Weise problemlos zusätzliche Antennen für mehr Bandbreitenkapazität anbinden. Zudem sind Glasfaserkabel durch ihre geringere Breite und ihre Beschaffenheit weniger anfällig für Schäden durch Umwelteinflüsse, wie etwa Korrosion und Temperatur.

Darüber hinaus verschiebt die Architektur den Remote Radio Head (RRH) vom Fuß des Mastes auf die Spitze, wo er durch die Umgebungsluft ausreichend gekühlt wird, sodass auf eine zusätzliche energieintensive Kühlung verzichtet werden kann. Nicht zuletzt entfallen durch den Umstieg auf Glasfaser auch typische Probleme von Koaxialkabeln wie Reflexionen und Signalverluste in Kabelstrecken, was wiederum die Signalübertragung spürbar verbessert.

Darüber hinaus bringen FTTA-Architekturen jedoch auch einige Herausforderungen mit sich: Zum einen sind Glasfasern gegenüber Schmutz, Staub und Witterungseinflüssen empfindlicher als Koaxialkabel und erfordern deshalb insbesondere bei der Installation eine fachkundige Handhabung. Hinzu kommt, dass die Techniker im Falle von Wartungen oder Fehlerbehebungen am RRH auf die Spitze des Funkmastes klettern müssen – was nicht nur einen deutlich höheren Aufwand, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstellt. Um die Anzahl der Arbeiten auf dem Antennenmast zu reduzieren und eine zuverlässige Funktion des FTTA-Netzwerks sicherzustellen, sind umfassende Tests bei Installation, Aktivierung und im Betrieb von zentraler Bedeutung. Jedoch fehlt Antennentechnikern, die zuvor primär mit Koaxialverkabelungen konfrontiert waren, oft noch das notwendige Expertenwissen im Umgang mit Glasfaserkabeln.

Hier gilt es, das erforderliche Know-how zu schaffen und verständliche Testlösungen zur Verfügung zu stellen, damit der Ausbau von FTTA-Infrastrukturen möglichst zügig und fehlerfrei vorangehen kann.

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1. FTTA-Messungen auch ohne Spezialwissen
2. Der richtige Umgang mit Glasfaserkabeln

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