In drei bis fünf Jahren Kobalt wird knapp

Das Mischoxid Nickel-Kobalt-Mangan (NCM) unter dem Elektronenmikroskop. Es wird als Kathodenmaterial verwendet. Die GIZ soll im Auftrag von BMW, BASF und Samsung zeigen, wie sich Kobalt unter menschenwürdigen Bedingungen im Kongo abbauen lässt.
Das Mischoxid Nickel-Kobalt-Mangan (NCM) unter dem Elektronenmikroskop. Es wird als Kathodenmaterial verwendet.

Im Moment stehen Nachfrage und Angebot von Kobalt, das in Batterien für Autos Einsatz findet, noch im Gleichgewicht. In drei bis vier Jahren kann das anders aussehen.

Wenn die Zahl der E-Autos so wächst wie die Marktforscher prognostizieren, wird dies erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungslage mit Kobalt nehmen, das für Lithium-Ionen-Batterien erforderlich ist. Über die kommenden drei bis fünf Jahren könnte die Situation schwierig werden, zitiert Bloomberg Ted Miller, Senior Manager für Energy Storage und Research von Ford.

Derzeit sind laut Benchmark Mineral Intelligence 68 neue große Fabriken für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien geplant, deren Kapazität 2028 bei 1,45 TWh liegen soll. Um all diese Batterien zu fertigen, wären aus heutiger Sicht 200.000 t Kobalt erforderlich. Über 50 Prozent des Kobalts stammen aus Bergwerken in der Demokratischen Republik Kongo.

Kobalt wird für die Elektroden der Batterien benötigt. Derzeit setzen die meisten Hersteller auf Nickel-Kobalt-Mangan-Elektroden. Zwar arbeiten die Hersteller daran, den Kobalt-Gehalt zu reduzieren, doch könne es laut Marktbeobachtern noch einige Zeit dauern, bis sich die Menge an Kobalt tatsächlich merklich reduzieren ließe.