Bayern Gesucht: vor allem Ingenieure, Informatiker und IT-Facharbeiter

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die bayerische M+E Industrie klagt in einer Umfrage über wachsenden Arbeitskräftemangel. Bereits drei Viertel der Betriebe werden durch Fachkräfteengpässe in ihrer Produktions- und Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, jeder vierte sogar erheblich.

Das melden die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. Hintergrund ist eine aktuelle Umfrage  unter ihren Mitgliedsunternehmen. 

Die bayerische M+E Industrie beschäftigt aktuell über 860.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, laut Verband so viele wie noch nie. In den ersten fünf Monaten wurden 9.000 Arbeitsplätze neu geschaffen. 

Bis zum Jahresende 2018 erwartet die Branche einen Zuwachs von insgesamt 20.000 Stellen. Und die Unternehmen wollen laut Umfrage weiter Arbeitsplätze aufbauen. Rund jedes zweite plant im zweiten Halbjahr zusätzliche Fachkräfte einzustellen. 

Bereits drei Viertel der Betriebe werden laut Umfrage durch Fachkräfteengpässe in ihrer Produktions- und Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, jeder vierte sogar erheblich. Gesucht werden vor allem Ingenieure, Informatiker und IT-Facharbeiter.

Der Fachkräftemangel bremse das Wachstum, erklärte bayme vbm Hauptgeschäftsführer  Bertram Brossardt: ‘Jedes zweite Unternehmen hat bereits Produktionsverzögerungen. Rund 30 Prozent unserer Unternehmen müssen Aufträge ablehnen. Das sind besorgniserregende Ergebnisse.’

Zahlreiche Risikofaktoren belasten laut Umfrage die Aussichten der Unternehmen: neben Fachkräftemangel sind das die Sorgen vor Protektionismus und Materialknappheit, die zu echten Wachstumsbremsen würden, so Brossardt.