Cyberbedrohungen 2018

Immer raffinierter

22. Dezember 2017, 9:46 Uhr | Joachim Kroll

Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Trend 3: Identitätsdiebstahl erschwert Aufdeckung von Angriffen

Die meisten Dienste im Internet funktionieren heute mit Passwort. Viele Menschen machen es sich leicht und nutzen ein Passwort für zahlreiche Dienste und Anwendungen: Die Anmeldung zum Mailaccount ist dieselbe wie für den Online-Shop, das Banking-Portal und das Kundencenter des Telefonanbieters. Das Problem dabei: Gelangen die Kriminellen an einer Stelle an die Daten eines Nutzers, testen sie diese bei verschiedenen Diensten – und bestellen im Zweifelsfall mit einer gestohlenen Identität im Shop, buchen Leistungen und Geräte auf Telefonverträge oder spionieren weitere Daten aus.

Schwierig wird es in diesen Fällen, Missbrauch nachzuweisen: Die Transaktionen, die die Kriminellen mit der gestohlenen Identität ausführen, erscheinen auf den ersten Blick legitim – Banking, Bestellen unter einer tatsächlich existierenden Identität sind gewöhnliche Aktionen in der online-Welt. »Hieran zeigt sich eine neue Entwicklung in der Aufdeckung von Cyberkriminalität. Gut versus Böse reicht längst nicht mehr aus zur Bewertung. Die neuen Kategorien lauten „plausibel versus nicht plausibel“. Dahingehend verschiebt sich aktuell die gesamte Cyber-Analyse«, erklärt Sicherheitschef Thomas Tschersich. Dem Einzelnen rät er, sichere Passwörter zu nutzen und vor allem nicht dasselbe Passwort für alle Anwendungen und Dienste zu nutzen.

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  1. Immer raffinierter
  2. Trend 1: Missbrauch vernetzter Geräte
  3. Trend 2: Cyber-Erpressung wird immer gewiefter
  4. Trend 3: Identitätsdiebstahl erschwert Aufdeckung von Angriffen
  5. Trend 4: Fake News und Microtargeting
  6. Trend 5: Kryptowährungen werden zunehmend angegriffen

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