Cyberbedrohungen 2018

Immer raffinierter

22. Dezember 2017, 9:46 Uhr | Joachim Kroll

Fortsetzung des Artikels von Teil 5

Trend 5: Kryptowährungen werden zunehmend angegriffen

Mit fortschreitender Verbreitung von Kryptowährungen steigt die Gefahr, dass Kriminelle die Systeme privater Nutzer zum Schürfen von Kryptowährungen missbrauchen. Bereits heute beobachten die Telekom-Experten einen Anstieg von Kryptomining in Browsern. Diese Entwicklung wird sich 2018 fortsetzen. Eine weitere Gefahr ist, dass Nutzern ihre bereits vorhandene Kryptowährung durch Malware oder Schwachstellen gestohlen wird.

Parallel zu den fünf Haupttrends beobachten die Telekom-Experten, dass Cyberkriminelle ständig neue Vehikel entwickeln, um Schadcode zu platzieren. Jüngstes Beispiel ist ein Einschleusen über Dynamic Data Exchange (DDE), einem Feature zum Austausch von Daten innerhalb von Microsoft Windows. Über DDE können Kriminelle Schadcode auf Rechner übertragen, ohne dass der Betroffene dafür Makros in einem Microsoft Office Dokument aktivieren muss. Thomas Tschersich: »Auch das ist eine neue Qualität eines Angriffs, gegen den die meisten Unternehmen noch nicht gerüstet sind.«

Um die aktuellsten Entwicklungen von Cyberangriffen zu verfolgen, die eigene und die Infrastruktur von Kunden noch besser zu schützen, und um Vorhersagen zur weiteren Entwicklung von Angriffen und möglicher Abwehr zu treffen, hatte die Telekom jüngst ihre Cyberabwehr ausgebaut: In Bonn entstand ein neues Cyber Defense und Security Operations Center, in dem die Cyber-Aktivitäten der Telekom zentral gesteuert werden. 

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  1. Immer raffinierter
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