Cyberbedrohungen 2018

Immer raffinierter

22. Dezember 2017, 9:46 Uhr | Joachim Kroll

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Trend 2: Cyber-Erpressung wird immer gewiefter

Durch Abhandenkommen und anschließender Veröffentlichung von Angriffswerkzeugen von Geheimdiensten und Staaten, erhalten auch Cyberkriminelle Zugang zu mächtigen Werkzeugen zur Verbreitung ihres Schadcodes: Anstatt nur eine Mail mit einem verseuchten Anhang zu senden, schleusen Cyber-Kriminelle jetzt über diese Werkzeuge zunehmend Schadcode ein, der sich selbst verbreiten kann. Ist innerhalb eines Netzwerkes einer Firma etwa ein Rechner infiziert, greift die Schadsoftware auf weitere Rechner über.

»Das bedeutet eine neue Qualität von Angriffen über Erpressungstrojaner, die wiederum neue Schutzmaßnahmen nötig macht: Bisher gingen die meisten Unternehmen und Privatnutzer davon aus, von dienstlichen oder staatlichen Cyberangriffen nicht betroffen zu sein. Nun sind die Werkzeuge für solche Angriffe Allgemeingut geworden – und jeder muss sich vor ihnen schützen«, kommentiert Thomas Tschersich.

Besonders bei Unternehmen sei die Frage nicht mehr, ob sie erfolgreich angegriffen werden, sondern wann. »Deshalb wird es immer wichtiger, sich auf einen erfolgreichen Angriff vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass dessen Auswirkungen möglichst gering bleiben.« Hier bedarf es gut geschulter Experten, die man sich entweder im eigenen Haus, oder über einen spezialisierten Dienstleister vorhalten sollte, so Tschersich.

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  1. Immer raffinierter
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