Berufsbegleitender Master geplant

Fit für Quantentechnologien werden mit der TU Kaiserslautern

5. Januar 2022, 13:51 Uhr | Corinne Schindlbeck
QuanTUK
Professor Dr. Artur Widera (li.) und Professor Dr. Herwig Ott forschen und lehren zu Quantentechnologien.
© Koziel/TUK

An der TU Kaiserslautern wird ein berufsbegleitender, interdisziplinärer Masterstudiengang für Quantentechnologien geplant: QuanTUK. Denn Quantentechnologien drängen in die industrielle Anwendung, der Bedarf an Fachkräften übersteige das Angebot, so die Planer.

Die Entwicklung gehe in manchen Bereichen so schnell, dass die Nachfrage an Fachkräften nicht durch die Absolventen der Hochschulen gedeckt werden könne, so die TU bei der Vorstellung des geplanten Studiengangs. Damit sich berufstätige Fachkräfte auf akademischem Niveau in den Quantentechnologien qualifizieren könnten, werde die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) den berufsbegleitenden, interdisziplinären Fernstudiengang entwickeln und greift dazu auf ein Förderprogramm des BMBF zurück, das rund zwei Millionen Euro für drei Jahre bereitstellt.

Quantentechnologien verändern die Art und Weise wie Sensoren, Computer, Speichermedien oder Kommunikation funktionieren können. „Dabei verwenden sie bisweilen überraschende Eigenschaften, die technisch aber mittlerweile sehr gut kontrolliert werden können“, sagt Physikprofessor Dr. Artur Widera von der TU Kaiserslautern, der das Projekt leitet. „Die Anwendung sind dabei vielfältig.“

Sie reichten von Quantencomputern zum Optimieren von Treibstoffbedarf über Quantensensoren für präzisere Messungen an lebenden Systemen bis hin zur Quantenkommunikation zum Austausch von Information auf sichereren Kanälen. 

Firmen, die in diese neuen Technologien investieren wollen, hätten zum Teil Schwierigkeiten, ihren Bedarf zu decken, so Widera, so neu sei die Technologie. 

Der neue Masterstudiengang mit dem Namen QuanTUK soll nun Abhilfe schaffen. In drei Jahren soll er am Fernstudiengangzentrum der TU Kaiserslautern, dem Distance and Independent Studies Center (DISC), an den Start gehen.

Angesiedelt werden soll er interdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Physik, Mathematik, Informatik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik, um "den Studierenden die Materie aus vielen Blickwinkeln näher zu bringen“, so Widera. Zur Entwicklung des neuen Weiterbildungsangebots werde eng mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) kooperiert und zudem von einem Industriebeirat begleitet, der die Bedürfnisse der Wirtschaft einbringe und zudem durch damit verbundene gemeinsame Forschungsprojekte für Abschlussarbeiten zur Verfügung stehen soll, auch um neue Forschungsprojekte in die Anwendung zu bringen.

 


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