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Best-Recruiters-Studie

Was halten Unternehmen von Mobile Recruiting?

30. Mai 2018, 09:24 Uhr   |  Christina Deinhardt

Was halten Unternehmen von Mobile Recruiting?
© nopporn | Shutterstock.com

Bewerbung einfach und schnell per Smartphone: Was halten die Top-Arbeitgeber von Mobile Recruiting?

Wie offen sind die 423 Top-Arbeitgeber für Bewerbungen via Smartphone? Inwieweit sind die technischen Rahmenbedingungen dafür erfüllt? Fragen wie diese untersuchte die Studie Best Recruiters 2017/18. Das Ergebnis zeigt: Die Unternehmen sind auf einem guten Weg, doch es gibt noch viel zu tun.

Die getesteten Arbeitgeber sind auf einem guten Weg: Viele haben auf das veränderte Informations- und Medienverhalten der Bewerber reagiert und ihre Karrierewebseiten und Onlinestellenanzeigen mobil optimiert. Doch noch immer verspielt jedes zweite Unternehmen potentielle Bewerber, da nicht der gesamte Bewerbungsprozess mobil optimiert wird.

85 Prozent der untersuchten Unternehmen haben ihre Karrierewebsite für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert. Dagegen waren bei der letzten Erhebung erst 65 Prozent der Karriereseiten entsprechend angepasst.

Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun, denn sobald ein Kandidaten sich auf der Website über offene Stellen informieren möchten, landet er häufig wieder in der alten – nicht mobil optimierten – Welt. Deutlich seltener können Bewerber den Stellenmarkt über das Smartphone nutzen. Erst 52 Prozent der Arbeitgeber bieten laut der Studie einen durchgängig mobil optimierten Bewerbungsprozess – von der Karrierewebsite über Stellenmarkt und Jobausschreibungen bis hin zur eigentlichen Bewerbung.

Online-Jobbörsen und Suchmaschinen sind die erste Wahl, wenn Fachkräfte nach neuen Arbeitsplätzen und Job-Möglichkeiten suchen. Arbeitgeber mit mobil optimierten Stellenanzeigen sind hier klar im Vorteil: Ein responsives Design entscheidet darüber, ob Jobsuchende die ausgeschriebene Position weit vorne in der Trefferliste finden oder bestenfalls auf den hinteren Plätzen. Das ist 74 Prozent der befragten Recruitern bewusst und sie haben entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Zusätzliche Social-Media-Funktionen – wie zum Beispiel ein Button, der die Stellenanzeige über die Social-Media-Profile teilt oder an Freunde weiterleitet – erhöhen die Wahrscheinlichkeit mehr Bewerber zu erreichen.Allerdings nutzen erst 38 bzw. 35 Prozent der Recruiter diese Funktionen.

Bewerbung ohne Hürden?

Ist das Interesse geweckt, sodass die Bewerber sich im Stellenmarkt umschauen oder erwägen, sich auf eine konkrete Position zu bewerben, sollten sie mit möglichst wenig Hürden konfrontiert werden. Der Bewerbungsprozess sollte unkompliziert und mit wenigen Klicks möglich sein. Darum haben 54 Prozent der Arbeitgeber ihr Online-Bewerbungsformular für mobile Endgeräte optimiert.

Dagegen ermöglichen nur 17 Prozent die mobile Bewerbung mit einem Kurzprofil per E-Mail – damit setzt sich hier eine Tendenz aus dem »traditionellen« Recruiting fort: Arbeitgeber akzeptieren immer seltener die Bewerbung per E-Mail, obwohl Kandidaten diese nach wie vor präferieren. Personaler zeigen sich sogar der One-Click-Bewerbung per Social-Media-Profil gegenüber aufgeschlossener (20 Prozent). Diese Entwicklung ist wohl nicht zuletzt auch den am 25. Mai neu in Kraft getretenen Richtlinien der DSGVO geschuldet. In Online-Bewerbungsformularen können Bewerber schließlich unmittelbar durch Anklicken der Speicherung ihrer Unterlagen zustimmen.

Die Akzeptanz von Mobile Recruiting ist in den Branchen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Bandbreite der erreichten Punkte erstreckt sich von 52 Prozent beim Schlusslicht bis zu 91 Prozent bei den besonders aufgeschlossenen Branchen. Momentan setzen die Branchen Bekleidungseinzelhandel (91 Prozent) und Personaldienstleistung (87 Prozent) sowie der Bereich IT/Software/Telekommunikation (83 Prozent) den Maßstab.

Näheres zur Studie

Anhand  von  136  Kriterien  wurden  auf  wissenschaftlich  fundierter  Basis  die  Recruiting-Aktivitäten  in  folgenden  Erhebungskategorien  gemessen  und  ausgewertet:  Karriere-Website,  Mobile  Recruiting,  Social  Web,  Online-Stellenausschreibungen,  Bewerbungsresonanz,  Usability  im  Bewerbungsprozess,  Initiativen  im  Bereich  Talent  Relationship Management (erstmalig) sowie die Reaktion auf die Kontaktaufnahme von Bewerbern per E-Mail und Social Media (erstmalig).

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