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Corona am Arbeitsplatz

Arbeitgeber wollen Impfstatus von Mitarbeitern erfragen dürfen

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© anidimi/stock.adobe.com

Arbeitgeber fordern angesichts steigender Corona-Infektionszahlen, dass Firmen den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfahren und speichern dürfen, um für effektiven Infektionsschutz sorgen zu können.

«Das ist eine notwendige Voraussetzung, um im Betriebsablauf für zielgenauen, effektiven Infektionsschutz sorgen zu können», sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» am Montag.

Der Arbeitgeberpräsident ist bekennender Gegner einer Homeoffice-Pflicht für Betriebe in der Corona-Pandemie, wie sie Arbeitsminister Hubertus Heil nun erneut vorlegen will.

Sei der Zugang zum Betrieb nur noch Geimpften, Genesenen oder Getesteten möglich, sinke das Infektionsrisiko. Es entstünden aber viele Folgefragen, etwa wie Tests gemacht würden und welche Formen erlaubt seien oder was passiere, wenn ein Mitarbeiter den Test verweigere. «Wenn eine solche Verpflichtung kommt, brauchen die Betriebe ein Maximum an Beinfreiheit bei deren Umsetzung», sagte Dulger.

Auf die Frage, was dies für den Lohnanspruch von Beschäftigten bedeute, antwortete Dulger laut Blatt: «Die Konsequenz wäre im Grunde schon nach heutiger Rechtslage klar: Wer aus Gründen, die er selbst zu vertreten hat, nicht zur Arbeit erscheint, kann für die ausgefallene Arbeit keinen Lohn beanspruchen.»

Die potenziellen Koalitionsparteien SPD, Grüne und FDP planen eine sogenannte 3G-Regel am Arbeitsplatz, wonach nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete vor Ort sein dürfen. Zudem soll wieder die Pflicht zur Heimarbeit gelten, wo dies möglich ist. Dies sei Ausdruck der Planlosigkeit der Corona-Politik, kritisierte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Markus Jerger, nach einem Bericht der Zeitungen der Funke-Gruppe. Die Mehrzahl der Mittelständler habe längst individuelle betriebliche Lösungen gefunden.

Die Bosch-Tochter BSH beispielsweise hat die Belegschaft aufgefordert, nach Möglichkeit wieder aus dem Homeoffice zu arbeiten. Der Zutritt zum Büro wird über Code-Karten geregelt. In einem ersten Schritt wurden sämtliche Zutrittsberechtigungen entfernt. Über einen Corona-Test beim Pförtner oder nachgewiesenen Impfstatus wird der Zugang dann wieder erlaubt. In Besprechungsräumen gilt Abstandspflicht. 

 


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH