Nationale Sicherheit

Bitkom fordert stärkeren Fokus auf Cybergefahren

27. August 2025, 11:47 Uhr | Nicole Wörner
Dr. Ralf Wintergerst, Bitkom: »Deutschland braucht ein neues Verständnis von Sicherheitspolitik, das über klassische militärische und außenpolitische Betrachtungsweisen hinausreicht.«
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In einem offiziellen Statement fordert der Bitkom-Verband den Sicherheitsrat auf, Cyberangriffe, Sabotage und Desinformation stärker zu berücksichtigen.

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Das Bundeskabinett will heute die Geschäftsordnung für den neuen Nationalen Sicherheitsrat im Bundeskanzleramt verabschieden. Das Gremium soll den bisherigen Bundessicherheitsrat ablösen und eine integrierte Sicherheitspolitik koordinieren. Neben Strategieentwicklung und Lagebewertung gehört auch eine gemeinsame Sicherheitsanalyse zu seinen Aufgaben. 

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst gibt dem Gremium einige wichtige Aspekte zu bedenken: 

»Deutschland braucht ein neues Verständnis von Sicherheitspolitik, das über klassische militärische und außenpolitische Betrachtungsweisen hinausreicht. Daran kann angesichts geopolitischer Krisen und neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen wie hybrider Angriffe auf kritische Infrastruktur kein Zweifel bestehen. Cyberangriffe, digitale Sabotage und Desinformation bedrohen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Allein der deutschen Wirtschaft entstehen jährlich Schäden in Höhe von 178,6 Milliarden Euro durch Cyberangriffe. Die Antwort auf hybride Kriegsführung muss hybride Sicherheit sein.

Der Nationale Sicherheitsrat muss deshalb die digitale Gefahrenlage in seine Analysen und Entscheidungsprozesse einbeziehen und auf die entsprechende Expertise zurückgreifen, etwa die des Bundesamts für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oder des Bundesdigitalministeriums. Ziel sollte ein Nationales Cyberlagebild sein, das Bedrohungslagen in Echtzeit erfasst, Informationen mit den relevanten Stellen und Behörden teilt und dabei hilft, Deutschland im Cyberraum schnell, koordiniert und erfolgreich zu verteidigen. Die Einbindung der Digitalwirtschaft würde helfen, ein besseres Lagebild für den Cyberraum zu zeichnen – auch mit Blick auf technologische Entwicklungen und Trends, etwa rund um Künstliche Intelligenz.«

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