Die weltweite Cyberkriminalität nimmt weiter zu und könnte bis 2028 jährliche Schäden von 14 Billionen US-Dollar verursachen. Das geht aus einer Analyse von Munich Re hervor. Die Schadenssumme läge damit über der kombinierten Wirtschaftsleistung von Deutschland, Japan und Indien.
Ein wesentlicher Treiber ist die steigende Zahl von Ransomware-Angriffen. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der öffentlich bekannten Fälle laut Analyse um fast 50 Prozent. Auch im laufenden Jahr hält dieser Trend an.
Ransomware-Angriffe zielen darauf ab, Systeme zu verschlüsseln und Lösegeld zu erpressen. Sie betreffen Unternehmen, Behörden und weitere Organisationen.
Cyberkriminalität entwickelt sich zunehmend zu einem strukturierten Geschäftsmodell. Laut Munich Re sinken die Einstiegshürden, sodass neue Akteure leichter in den Markt eintreten können.
Kriminelle Gruppen bieten Ransomware als Dienstleistung an, einschließlich modularer Werkzeuge für Geldwäsche, Datenexfiltration und weitere Funktionen. Auch Dienstleistungen wie Support für Opfer gehören zum Angebot. Nach der Zerschlagung größerer Gruppen entstehen vermehrt kleinere, schwerer zu verfolgende Akteure.
Angreifer setzen verstärkt auf Technologien wie Deepfakes, Stimmenklone und synthetische Identitäten. Diese kombinieren reale Daten mit gefälschten Informationen, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen.
Betroffen sind zahlreiche Branchen, besonders häufig jedoch staatliche Einrichtungen sowie Industrie- und Technologieunternehmen.