Cortex-M-MCUs

Flexibel und secure

18. November 2019, 15:21 Uhr | Iris Stroh

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Connectivity-Möglichkeiten

Renesas
Integrierte Funktionen im RA6M3
© Renesas

»Bei allen Serien wird Security groß geschrieben. In den ersten Derivaten, die wir jetzt vorgestellt haben, nutzen wir zwei Crypto-Beschleuniger in unterschiedlichen Ausbaustufen. In zukünftigen Controllern mit dem Cortex-M33 werden verbesserte Crypto-Engines zum Einsatz kommen, außerdem wird diese Security noch durch Trustzone erweitert«, erklärt Westhoff. Bei den M4-Controllern handelt es sich um die Crypto-Engines SCE5 und SCE7. Die SCE5 unterstützt eine symmetrische Verschlüsselung, die SCE7 unterstützt zusätzlich noch eine asymmetrische Verschlüsselung. Westhoff: »Beide Crypto-Engines unterstützen eine komplette Isolation der Sicherheitsschlüssel. Außerdem ist die SCE7 nach NIST-CAVP zertifiziert, das betrifft beispielsweise den echten Zufallszahlengenerator, kurz TRNG, die Hash-Implementierung und die AES-Verschlüsselung.«

An Connectivity-Möglichkeiten stehen den Entwicklern je nach Controller verschiedene drahtlose und bedrahtete Optionen zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise USB, Ethernet, CAN, QSPI, OCTA-SPI, aber auch BLE, 802.15.4, LORA, LP-WAN, NB-IoT und WiFi. Renesas hat zwar bereits eine Demo mit BLE (Bluetooth Low Energy) gezeigt, allerdings wird ein Produkt mit BLE erst später am Markt verfügbar sein. Westhoff: »Wir arbeiten auch mit Drittunternehmen zusammen, sodass wir statt integrierter Komponenten auch Module anbieten werden, beispielsweise mit LORA oder LP-WAN.«

Bereits verfügbare Controller

Bereits heute sind insgesamt 32 Varianten aus fünf verschiedenen Gruppen von drei der vier Serien verfügbar, plus die dazugehörigen Evaluation-Kits:

  • RA2A1: Aus der RA2-Serie steht mit dem RA2A1 ein Controller als Serienprodukt zur Verfügung. Der implementierte Cortex-M23 läuft mit 48 MHz, dazu kommen 256 kB Flash und 32 kB RAM. Die Controller verfügen außerdem über einen 24-bit-A/D-Wandler (Delta-Sigma) und 16-bit-ADC, USB, CAN, kapazitative Touch-Sensoreinheit und Security. Westhoff: »Mit diesen Merkmalen eignet sich der Controller beispielsweise sehr gut für Sensoranwendungen, aber dank kapazitiver Touch-Technik auch für die Realisierung von Bedienschnittstellen.«
  • RA4M1: Aus der RA4-Serie gibt es den RA4M1, ein Controller mit Cortex-M4 (48 MHz) und 256 kB Flash sowie 32 kB RAM. Dazu kommen noch USB, CAN, LCD-Controller, Kapazitativer-Touch-Sensoreinheit und Security. Westhoff erklärt: »Dank integriertem LCD-Controller eignet sich diese Variante beispielsweise für HMI-Applikationen, aber im Grunde genommen handelt es sich dabei um einen Mainstream-Controller.« Was sich übrigens auch im Namen widerspiegelt: Alle Controller mit einem M sind Mainstream-Varianten, alle mit einem A sind Controller mit einem hohen Analoganteil.
  • RA6M1, RA6M2 und RA6M3: Aus der RA6-Serie gibt es gleich drei Controller, alle sind mit einem Cortex-M4-Core ausgestattet und laufen mit 120 MHz. Die Varianten unterscheiden sich bei der Größe des Flash-Speichers (512 kB, 1 MB oder 2 MB) und des integrierten SRAM (256 kB, 384 kB oder 640 kB RAM). Alle drei RA6-Controller kommen mit CAN, Ethernet, Capacitive Touch, Security und sogenannten Advanced-Analog-Blöcken. Zu Letzterem zählt Westhoff Komparatoren und PGAs (der RA6M2 verfügt nur über Komparatoren). Der größte der RA6-Controller (RA6M2) ist außerdem noch mit einer 2D-Grafik-Engine und einem TFT-LCD-Controller ausgestattet.

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