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Exporte legen wieder zu - nicht nur nach China

20. November 2020, 09:08 Uhr   |  Karin Zühlke

Exporte legen wieder zu - nicht nur nach China
© ZVEI

Mit einem Volumen von 18,1 Milliarden Euro haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie im September 2020 nur noch um 0,9 Prozent gegenüber Vorjahr nachgegeben.

„Der jüngste Rückgang fiel damit deutlich geringer aus als im dritten Quartal insgesamt, in dem die aggregierten Branchenausfuhren um 5,0 Prozent auf 51,5 Milliarden Euro gesunken sind“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Er lag auch weit unter den Einbußen im Gesamtzeitraum von Januar bis September dieses Jahres.“ Hier gingen die Lieferungen um 7,5 Prozent auf 147,3 Milliarden Euro zurück. Das Exportvolume  des Jahres 2019 wurde unterdessen nachträglich leicht von 216,5 auf 214,8 Milliarden Euro abwärts revidiert, womit es jetzt noch um 1,9 Prozent höher lag als 2018.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland lagen im September mit 16,0 Milliarden Euro um 2,1 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im dritten Quartal verfehlten sie ihren Vorjahreswert um 2,0 Prozent und kamen auf 46,9 Milliarden Euro. In den zusammengenommenen ersten drei Quartalen 2020 waren die Elektroimporte um 5,1 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro rückläufig.
Von Januar bis September 2020 gehörten die folgenden Länder zu den zehn größten Exportabnehmerländern der deutschen Elektroindustrie (Reihenfolge gemäß Ranking): China, die USA, Frankreich, Polen, die Niederlande, Tschechien, Italien, Österreich, Großbritannien und die Schweiz.

Im September konnten die Branchenlieferungen in fünf der Top-10-Länder wieder zulegen: nach China um 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 2,1 Milliarden Euro, nach Polen um 10,1 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro, nach Italien um 1,6 Prozent auf 862 Millionen Euro, nach Österreich um 2,8 Prozent auf 787 Millionen Euro und in die Schweiz um 1,9 Prozent auf 616 Millionen Euro. Mit der anderen Hälfte gab es weiter Rückgänge (USA - 7,1% auf 1,5 Mrd. €, Frankreich - 5,4% auf 1,1 Mrd. €, Niederlande - 5,9% auf 840 Mio. €, Tschechien - 14,6% auf 779 Mio. und Großbritannien - 1,7% auf 767 Mio. €).

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