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Big-Data-Analyse hält Produktion am Laufen

23. Dezember 2020, 11:41 Uhr   |  Oumayma Grad

Big-Data-Analyse hält Produktion am Laufen
© Yamaha

Oumayma Grad, Yamaha: »Die Big-Data-Revolution findet schon heute statt.«

Komplexe Datenanalysen halten Einzug in die Elektronikfertigung. Sie werden sich zu wichtigen Werkzeugen für eine fundierte Entscheidungsfindung entwickeln, von der Verwaltung von Anlagen in Echtzeit bis hin zur Sicherung stetiger Verbesserungen und zur Festlegung übergeordneter Geschäftsstrategien.

Ein profitables Produktionsunternehmen zu führen, wird in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung immer schwieriger. Kosten und Umsätze stehen ständig unter Druck, während der harte Wettbewerb sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene dazu führt, dass die Gewinnspannen gering sind und es wenig Spielraum für Fehler gibt.

Die von automatisierten Montageanlagen erzeugten Daten können Antworten auf Herausforderungen in der Fertigung geben. Jedes Mal, wenn eine Schablone geladen wird, eine Rakel über die Schablone gezogen wird, eine Saugdüse ein Bauteil aufnimmt und platziert und eine Baugruppe geprüft wird, erfassen Sensoren wie etwa Positionssensoren, Kraftsensoren, an der Düse montierte Kameras und Inspektionskameras Informationen, die den Zustand der Montageausrüstung, die Stabilität von Prozessen wie Siebdruck und Komponentenplatzierung sowie die Eigenschaften von Komponenten und Materialien, die die Herstellbarkeit des Produkts und die Endausbeute der Linie bestimmen, genau beschreiben.

Die Erfassung dieser Daten ist eine Herausforderung. Die Rohdaten in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln, die zur Lösung von Problemen und zur Verbesserung der am Ende der Fertigungslinie gemessenen Ergebnisse genutzt werden können, ist eine Aufgabe, die bisher hauptsächlich der SMT-Linien-Management-Software überlassen wurde. Bis jetzt.

Verschiedene Linienmanagement-Pakete, etwa die „Factory Tools Suite“ der Yamaha SMT Section, haben Bedienern, Produktionsleitern und Planern geholfen, die Kontrolle über die Inline-SMT-Systeme zu behalten und so die Auslastung, Effizienz und Produktivität zu verbessern. Hierzu gehören meist Werkzeuge zur Unterstützung der Maschinenprogrammierung und Linienaustaktung sowie zur Überwachung der Produktion in Echtzeit. Linienüberwachungs-Software wie das „M-Tool“ von Yamaha ermöglicht es den Verantwortlichen, den Status der Anlagen auf einen Blick zu erfassen, und hilft sicherzustellen, dass Bauteile und Zuführungen zum richtigen Zeitpunkt nachgefüllt werden, um unnötige Stillstände zu vermeiden. Darüber hinaus zeigen Tools wie Yamahas „QA-Options“ und die Smartphone-App „Mobile Judgement“ alle Fehlerinspektionsergebnisse an und helfen, die Ursache zu ermitteln und die Produktion wieder aufzunehmen.

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1. Big-Data-Analyse hält Produktion am Laufen
2. Größere Datenmengen, leistungsfähigere Werkzeuge
3. Gesamtanlageneffektivitäts-Analyse
4. Tiefergehende Datenanalyse
5. Bildnachverfolgung bei der Einführung neuer Bauteiltypen

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