Blockchain Chance zur Transformation der Energieversorgung

90 spezifische Anwendungsfälle von Blockchain in der Energiewirtschaft hat die FfE gemeinsam mit ihren Projektpartnern identifiziert.
90 spezifische Anwendungsfälle von Blockchain in der Energiewirtschaft hat die FfE gemeinsam mit ihren Projektpartnern identifiziert.

Die Blockchain bietet ein großes Potenzial für viele Branchen, das aktuell noch nicht genutzt wird. Auch in der Energiewirtschaft könnte die Blockchain neue Geschäftsmodelle oder Mehrwertdienstleistungen ermöglichen.

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft FfE hat die Studie »Die Blockchain-Technologie - Chance zur Transformation der Energieversorgung?« herausgegeben. Bei der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine verteilte Datenbank, die mittels Konsensmechanismen Datenintegrität zwischen unbekannten Parteien gewährleistet.

Aufgrund ihrer Fähigkeiten, IT-Sicherheit zu gewährleisten (Security by Design), manipulationssicher Daten abzuspeichern und eine sehr hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, ist Blockchain gerade für Anwendungen in kritischen Infrastrukturbereichen eine mögliche Alternative. Ein tieferes Verständnis für die Blockchain-Technologie ist notwendig, um aus ihren Eigenschaften, Stärken und Schwächen mögliche Einsatzfelder identifizieren zu können.

Deshalb identifizierte die FfE gemeinsam mit acht Partnern aus der Energiewirtschaft – nämlich Innogy, SMA, SWA, Thüga, TransnetBW, VBEW, Verbund und VKW – in der Studie 90 branchenspezifische Anwendungsfälle der Blockchain. Die Anwendungsfälle reichen vom Labeling erneuerbarer Energien (Herkunftsnachweise), P2P-Handel, Asset Management und Supply-Chain-Management bis hin zu Sektorenkopplung, Systemdienstleistungen, Sharing Economy und dem Einsatz von Kryptowährungen.

Die Studie klärte dabei die folgenden Fragen:

  • Wie sieht der grundlegende Aufbau von Blockchain-Technologien aus?
  • Welche Bausteine sind Bestandteil der Technologie und wie ist deren Funktionsweise?
  • Was sind Chancen und Risiken der Technologie und wie lassen sich diese begründen?
  • Welche Lösungen zur Verbesserung der Technologie werden derzeit entwickelt?

Ausgearbeitet wurden verschiedene Ausgestaltungsformen wie private und öffentliche (private/public) und permissioned bzw. permissionless Blockchains sowie verschiedene alternative Konsens-Mechanismen zum energie- und ressourcenintensiven Proof-of-Work.

Anhand Bitcoin und Ethereum haben die Projektpartner die vorgestellten Themen veranschaulicht. Darüber hinaus stellt die Studie aktuelle Weiterentwicklungen wie SideChains, State Channels, Sharding, Zero Knowledge Proofs und weitere distributed-ledger-Technologien (DLT) wie IOTA vor. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft stellt die Studie auf ihrer Website zum Download zur Verfügung.

Um die Inhalte der Studie zu verstehen, ist laut FfE kein informationstechnologischer Hintergrund notwendig.