Flash-Speicher SSDs mit 4 Terabyte noch dieses Jahr

SSD-Laufwerk mit bis zu 4 Terabyte und QLC-Speicherchips.
SSD-Laufwerk mit bis zu 4 Terabyte und QLC-Speicherchips.

Samsung beginnt mit der Serienproduktion von SSDs mit QLC-Speicherchips. Die Laufwerke werden eine Kapazität von bis zu 4 Terabyte haben.

In den neuen Solid State Drives (SSDs) werden V-NAND-Speicherchips mit 1 Terabit eingesetzt, die dem 3-Bit-Design des Unternehmens entsprechen. Die Flash-Zellen speichern jedoch vier statt drei Bit, können also 16 verschiedene Ladungszustände unterscheiden. Neben den SSDs plant Samsung auch, MicroSD-Karten für Mobiltelefone zu produzieren, die dann eine Speicherkapazität von 128 GB haben.

Wenn die in einer Speicherzelle gespeicherten Daten von drei auf vier Bits ansteigen, steigt die Chipkapazität pro Flächeneinheit und die elektrische Ladung, die zur Bestimmung des Speicherinhalts verwendet wird, sinkt um bis zu 50 Prozent. Dadurch wird es schwieriger, die Geschwindigkeit des Laufwerks aufrecht zu erhalten. Die 4-bit-/4-TB-SSD von Samsung bleibt jedoch auf dem gleichen Leistungsniveau wie eine 3-bit-SSD, indem ein 3-bit SSD-Controller und die TurboWrite-Technologie verwendet werden, während die Festplattenkapazität durch den Einsatz von 32 Chips erhöht wird, die alle auf der 64-schichtigen vierten Generation der 1 Tb V-NAND-Chips basieren.

Kapazitäten von 1 bis 4 Terabyte

Für die 4-Bit-QLC-SSD gibt Samsung eine sequentielle Lesegeschwindigkeit von 540 MB/s und eine sequentielle Schreibgeschwindigkeit von 520 MB/s an. Deshalb hat das Laufwerk einen SATA-3-Anschluss, dessen Datenrate mit bis zu 600 MB/s zu diesen Zugriffsraten passt. Ein NVMe-Anschluss, wie er bei neueren M.2-Flash-Disks verwendet wird, kann bis zu 4000 MB/s übertragen und wäre für die QLC-SSD überdimensioniert. Samsung plant, noch in diesem Jahr mehrere 4-Bit-SSDs mit 1 TB, 2 TB und 4 TB Kapazität im weit verbreiteten 2,5-Zoll-Format einzuführen. Gleichwohl hat Samsung angekündigt, ebenfalls noch dieses Jahr auch M.2-NVMe-SSDs auf den Markt zu bringen, da neuere Chipsätze diesen Anschluss erfordern.