Big-Data-Analyse für autonomes Fahren AVL und NorCom entwickeln Plattform für Testregion ALP.Lab

In der Testregion ALP.Lab stehen über 400 km an Strecke zum Testen für das automatisierte Fahren zur Verfügung.
In der Testregion ALP.Lab stehen über 400 km an Strecke zum Testen für das automatisierte Fahren zur Verfügung.

Maßgeschneiderte Big-Data-Lösungen für die Automobilbranche sind das Ziel einer strategischen Kooperation von AVL und NorCom. Aus der Zusammenarbeit entstand die ADAS/AD Data & Analytics Platform, die in er österreichischen Testregion ALP.Lab erstmals zum Einsatz kommt.

Das Testen autonomer Fahrfunktionen setzt die Analyse komplexer Umgebungsdaten voraus. Für Big-Data-Aufgaben setzt AVL in seinem Data-Intelligence-Portfolio auf die DaSense-Analyseplattform von NorCom. Die Python-Erweiterung abstrahiert hierbei die für die Parallelisierung von Rechenaufgaben notwendigen Big-Data-Technologien und erlaubt es dem Anwender, einfachen sequentiellen Code zu schreiben. Dadurch wird die Skalierbarkeit der Analysen ohne spezielles Big-Data-Know-how möglich.

Für die Repräsentation des Umgebungsmodells setzt die Plattform die objektorientierte Beschreibungssprache OSI (Open Simulation Interface) ein.  , um die Komplexität der Beschreibung des Umgebungsmodells zu verringern sowie die Kompatibilität der Plattform mit der Sensorik der unterschiedlichen Hersteller zu erhöhen.

Eine Aufgabenstellung, die sich beispielsweise hoch skalierbar abarbeiten lässt, ist das Finden von definierten Szenarien in einer großen Datenmenge. Wenn etwa ein Fahrzeug in einer bestimmten Situation Auffälligkeiten zeigt, dann kann es von Interesse sein, zu analysieren, wie sich das Fahrzeug früher in ähnlichen Situationen verhalten hat. Dazu müssen zuerst die relevanten Szenarien gefunden werden. Dies gleicht jedoch – bei den vielen gefahrenen Kilometern einer großen Flotte – der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Dr. Jost Bernasch, der Geschäftsführer ALP.Lab erklärt: »Als österreichische Testregion für automatisiertes Fahren verfügt ALP.Lab über ein modulares, regelgesteuertes Workflow- und Analysewerkzeug, mit dem auf öffentlichen Straßen und Proving Grounds umfassend ADAS/AD-Tests und -Validierungen von Fahrfunktionen durchgeführt werden können. Insbesondere für die Verarbeitung sehr großer Datenmengen, die beim Testen anfallen, ist die Datenplattform von AVL mit dem integrierten Analyse-Werkzeug DaSense von erheblicher Bedeutung.«

In der Testregion ALP.Lab bündeln AVL, Magna, Virtual Vehicle, Joanneum Research und TU Graz ihre Aktivitäten beim Testen des automatisierten Fahrens in der Steiermark und grenzüberschreitend in Ungarn. Die Testregion umfasst über 400 km Autobahnen, öffentliche Straßen und geschlossene Prüfgelände und wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unterstützt.