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Einkaufsmanager-Index

Industrie im Höhenflug, Preise auch

03. August 2021, 12:55 Uhr   |  Karin Zühlke

Industrie im Höhenflug, Preise auch
© Philip/stock.adobe.com

Die deutsche Industrie entwickelt sich laut EMI auch im Juli weiter aufwärts; Preise und Inflation allerdings auch.

Das bestätigt der IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der sich im Berichtsmonat zum zweiten Mal in Folge verbesserte und bei 65,9 Punkten nach 65,1 im Juni notierte. Der aktuelle EMI signalisiert nicht nur ein erneut kräftiges Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe; er ist auch der dritthöchste Wert seit dem 1996 erfolgten Start der Datenerhebung. Der EMI wurde in diesem Jahr lediglich von den Werten im März und April übertroffen.

„Der Juli dürfte für die Konjunktur weitere Impulse gebracht haben. Doch am Horizont brauen sich wieder dunklere Konjunkturwolken zusammen. Lieferengpässe und Corona-Sorgen könnten stärker als gedacht auf der Konjunktur lasten“, sagte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, am Dienstag dem BME.

Zur jüngsten Entwicklung des EMI-Teilindex Einkaufspreise teilte Dr. Heinz-Jürgen Büchner, Managing Director Industrials, Automotive & Services der IKB Deutsche Industriebank AG, am Dienstag dem BME mit: „Die Rohstoffpreise bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Insbesondere die Rohölpreise erwiesen sich erneut als Belastung. Nachdem die OPEC-Ministerkonferenz zunächst Anfang Juli ohne Ergebnis abgebrochen worden war, kam es im Nachgang doch noch zu einer Einigung; diese war verbunden mit einer Anhebung der Förderung um 0,4 Millionen Barrel Rohöl pro Tag (mbd) ab August, dem weitere kleine Schritte folgen sollen. Es ist jedoch fraglich, ob diese ausreichen, um den Bedarf im vierten Quartal 2021 decken zu können. Von den Rohölpreisen gehen damit Risiken für die Erholung der Wirtschaft aus.

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1. Industrie im Höhenflug, Preise auch
2. Die Entwicklung der EMI-Teilindizes im Überblick:

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