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»Ausgewogenerer Markt für Angebot und Nachfrage«

30. Januar 2020, 16:17 Uhr   |  Karin Zühlke

»Ausgewogenerer Markt für Angebot und Nachfrage«
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Globales Headquarter …

2018 konnte Digi-Key die Umsatzmarke von drei Milliarden Dollar knacken, doch 2019 wurde die Branche mit einem der stärksten Abschwünge seit mehr als zehn Jahren konfrontiert. Wie stellt sich Digi-Key auf die Zukunft ein?

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… und regionale Kundenbetreuung werden bei Digi-Key groß geschrieben.

Die Kundennachfrage blieb laut Jim Ricciardelli, Executive Vice President für Digital Business bei Digi-Key Electronics, auch 2019 unverändert hoch. Allerdings brauchen die Kunden ihre Sicherheitsbestände zunehmend auf, wodurch sich der Markt weniger stabil anfühlt. »Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir derzeit einen ausgewogeneren Markt für Angebot und Nachfrage«, erklärt Riccardelli. »Digi-Key investiert mehr als jemals zuvor in Lagerhaltung, neue Lieferanten, mehr Warenbestand, stärkere Automatisierung und Digitalisierung.«

Innovation ist immer noch der stärkste Antriebsfaktor auf dem Markt für Elektronikkomponenten, und die Kundennachfrage nach neuen Produkten ist nach wie vor hoch. Mit zunehmender Verbreitung von Netzwerktechnologien wird die Nachfrage nach Elektronikkomponenten durch das IoT, die künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen weltweit gefördert. »Wir sind Teil einer spannenden und wachsenden Branche, und die Entwicklung neuer Technologien bietet großartige Chancen«, unterstreicht Ricciardelli.

Aufgrund der schnellen Entwicklung von Innovationen werden auch die Fertigungszyklen von OEMs in vielen Sektoren immer stärker beschleunigt. Der Kundensektor, der mit den wahrscheinlich größten Herausforderungen konfrontiert wird, betrifft nach den Worten von Ricciardelli Fertigungsdienstleistungen für elektronische Komponenten (EMS), wo auf die immer kürzeren Fertigungszyklen der OEM-Kunden reagiert werden muss. »Digi-Key als privates Unternehmen hat sein Geschäftsmodell stets darauf ausgerichtet, OEMs und EMS-Unternehmen mit einem sehr vielseitigen und sofort verfügbaren Produktportfolio zu bedienen, um die immer schnelleren Fertigungszyklen zu unterstützen«, so Ricciardelli. »Der Erfolg von Digi-Key basiert auf über 47 Jahren kontinuierlicher Investition in die Unterstützung der Kunden, unabhängig von der Konjunktur in unserer Branche. Ein Beispiel dafür, dass wir dem im Vergleich zu 2018 weniger stabilen Markt trotzen, ist unser Projekt für den Neubau eines mehr als 400 Millionen US-Dollar teuren Lagers. Dieses Projekt schreitet weiter voran und soll unsere anhaltenden Investitionen in unseren stets wachsenden Kundenstamm und die Vielseitigkeit unserer Bestände unterstützen.« Zusätzlich hat Digi-Key weitere 350 Millionen US-Dollar in die Lagerhaltung investiert: für 118 neue Lieferanten und mehr als 310.000 neue lagerhaltige Artikel.

Auch auf die eigene Marke habe sich Digi-Key während des Konjunkturtiefs konzentriert. »Unsere Marke zeigt mit den angebotenen Tools und der eingeschlagenen Richtung des Unternehmens einen stetigen Aufwärtstrend. Für uns sowie unsere Kunden und Lieferanten ist es extrem wichtig zu wissen, wofür wir stehen.« Aufgrund dezidierter Vertriebs- und Marketingabläufe konnte Digi-Key immer mehr neue Kunden gewinnen und Wachstum für seine Lieferpartner generieren.

Digi-Key unterstützt Ingenieure über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg, und das aus gutem Grund: »Uns ist bewusst, dass es ein Ingenieur sein wird, der über die nächste große Idee verfügt. Unsere Produkte wurden Teil einiger der herausragendsten Technologien unserer Zeit und wir möchten diesen Innovationszyklus weiter antreiben, indem wir Entscheidungsträger, wo nur möglich, Unterstützung bieten«, führt Ricciardelli aus.

Wachstum konnte Digi-Key dabei bei allen Komponentengruppen verzeichnen. Mit IoT-Technologien wie Sensoren, Mikrocontrollern und Software werden zwar Innovationen gefördert, allerdings sind nach den Worten von Ricciardelli auch einfachere Produktgruppen wie Steckverbinder und passive Komponenten erforderlich, um eine gesamte Lösung umzusetzen. Somit sind sie ebenso unabdingbare Voraussetzung für Innovationen. Doch reicht ein vielfältiges Angebot an Produkten alleine heute noch aus? »Unser Kundenstamm war in der Vergangenheit allein auf die Einführung neuer Produkte und die Produkte selbst konzentriert. Inzwischen werden wir jedoch immer häufiger gefragt, wie wir bestimmte Probleme lösen können. Mit anderen Worten: Wie können wir als Lösungsanbieter dienen? Distributoren müssen reagieren und weiterhin technische Inhalte in Verbindung mit ihren Produkten veröffentlichen, aber auch gleichzeitig zusätzliche Möglichkeiten für die Problemlösung anbieten.«

Eine solche bietet zum Beispiel das Tool PandA: Das Akronym steht für Price and Availability und bietet einen Überblick über Preise und Produktverfügbarkeiten.

Neben klassischen Beschaffungs-Tools werden laut Ricciardelli neue API-Lösungen 2020 einen großen Einfluss auf die Branche haben. Mit diesen Funktionen können sich Einkäufer besser mit ihren Lieferanten vernetzen und Nachbestellungen genauer und schneller vornehmen, wenn der Bestand bestimmter Produkte abnimmt. Und wie geht es weiter? »2020 bietet der gesamten Branche die Möglichkeit, sich darauf zu fokussieren, was unsere Kunden tatsächlich wünschen. Wir konzentrieren uns stärker darauf, unsere lösungsbasierten Fähigkeiten noch besser für unsere Kundenbasis zu skalieren und sicherzustellen, dass wir nicht nur 5, 10 oder 20, sondern 10.000 Kunden damit erreichen«, resümiert Ricciardelli.

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Jim Ricciardelli leitet den Vertrieb und das Marketing bei Digi-Key und ist für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Strategien, den Aufbau und die Nutzung strategischer Beziehungen sowie auch für die Suche, Einstellung und Anleitung erstklassiger neuer Talente verantwortlich. Er spielt eine große Rolle in der Entwicklung und Ausführung von Strategien für eCommerce Sales und digitales Marketing bei Digi-Key.

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