Ford tritt zwei Initiativen bei

Lieferketten sollen transparenter und nachhaltiger werden

20. April 2022, 13:16 Uhr | Kathrin Veigel
Ford Catena-X Responsible Supply Chain Initiative
Ford will sich verstärkt für die stetige Verbesserung der Lieferketten engagieren und ist bestrebt, Geschäfte mit Organisationen zu tätigen, die sich sowohl für Menschen als auch für den Planeten einsetzen.
© Ford

Der europäische Autobauer Ford hat zwei wichtige Lieferketten-Initiativen unterzeichnet. Sie zielen darauf ab, Industriestandards für den Datenaustausch zwischen Unternehmen zu etablieren und eine einheitliche Bewertung der Nachhaltigkeit von Produktionsstandorten zu ermöglichen.

Bei der ersten Initiative, der Ford Europe beigetreten ist, handelt es sich um das Catena-X-Automotive-Network, das eingerichtet wurde, um Nachhaltigkeit und Effizienz in der gesamten automobilen Lieferkette durch kontinuierlichen Datenaustausch zwischen den Partnern zu verbessern. Die zweite Kooperation – die deutsche Responsible Supply Chain Initiative (RSCI) – stellt ebenfalls datenbasierte Methoden für nachhaltigere Lieferketten bereit.

Der Beitritt zu diesen Initiativen ist für Ford ein wichtiger Schritt, um CO2-Neutralität an europäischen Standorten zu erreichen, die gemäß Selbstverpflichtung des Unternehmens bis 2035 realisiert werden soll und auch Logistik sowie Zulieferbetriebe umfasst. Ebenfalls bis 2035 strebt Ford das Ziel von null Emissionen bei allen in Europa verkauften Fahrzeugen an.

Als digitale Infrastruktur und kollaboratives Netzwerk ermöglicht Catena-X einheitliche Standards für den Daten- und Informationsaustausch entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Zu den Anwendungsgebieten gehören Qualitätsmanagement, Instandhaltung, Supply Chain Management und Nachhaltigkeit. Der reibungslose Datenfluss zwischen den Mitgliedern und ihren globalen Partnern könnte das Problem-Management verbessern, um etwa Lieferkettendruck oder Rohstoffengpässe rascher zu beheben, als dies bisher oftmals möglich war1. Die Beteiligung von Ford an Catena-X soll die Nachhaltigkeit des Unternehmens erhöhen und die Lieferketten noch transparenter machen. 

Ford gehört zu den 14 Gründungsmitgliedern der auf Vereinsrecht basierenden Initiative Responsible Supply Chain des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Ziel ist die Entwicklung standardisierter Nachhaltigkeits-Bewertungen von Unternehmen innerhalb automobiler Lieferketten einschließlich der Evaluierung von Sozialstandards, Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Der Verhaltenskodex für Zulieferer beschreibt die Anforderungen an Lieferantenbeziehungen in Bereichen wie Menschenrechte, Umwelt, verantwortungsvolle Materialbeschaffung, verantwortungsvolle und rechtmäßige Geschäftspraktiken sowie die damit verbundene Umsetzung dieser Prinzipien.


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