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ÖPNV trifft Elektromobilität

OmniE analysiert Fuhrpark, Ladekonzepte und Potenziale

02. April 2020, 08:16 Uhr   |  Ute Häußler

OmniE analysiert Fuhrpark, Ladekonzepte und Potenziale
© Pixabay

In Göttingen soll das OmniE-Tool getestet werden, um den ÖPNV zu elektrisieren.

Das unabhängiges Analyse-Tool OmniE soll Busflottenbetreibern den Umstieg auf Elektroantriebe erleichtern, indem es Daten zu Kostenstrukturen, CO2-Einsparungen und individuellen Ladekonzepten sowie möglichen Konfigurationen der Ladeinfrastruktur liefert.

Das Forschungsprojekt „OmniE - IKT Tool zur System- und Flottenanalyse für Elektro-Omnibusse“ ist gerade gestartet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Analyse-Software. Fragen wie ‘ Wann und wo ist die Umstellung von Diesel- auf E-Busse sinnvoll?’ oder ‘Welche Ladekonzepte eignen sich und wie ist die optimale Konfiguration der Infrastruktur’ sollen mit dem Tool für ÖPNV-Betreiber und Busflotten benantwortet werden.

OmniE analysiert dafür verschiedene Substitutions-Szenarien und zeigt sie nachvollziehbar auf. Auf dieser Basis können Fuhrpark- und Flotten-Manager leichter entscheiden, in welchem Umfang eine Elektrifizierung in ihrem Betrieb erfolgen kann. Mit der »Clean Vehicles« Directive der EU stehen die ÖPNV-Unternehmen im Zugzwang ihre Fuhrparke mit alternativen Antriebstechnologien auszustatten. OmniE stellt den Betreibern wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Optionen gegenüber und soll damit die Elektrifizierung von Busflotten unterstützen.

Die Innovation von OmniE gegenüber bereits existierenden Ansätzen ist die Komplexität der Analyse. Nach Einschätzung von Dr. Matthias Puchta, Gruppenleiter Energiespeicher am Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE in Kassel, binden vorhandene Tools wichtige Faktoren wie beispielsweise Batteriealterung und Netzanalyse nicht adäquat ein. „Mit dem OmniE Analysetool werden alle für ein ÖPNV-Unternehmen relevanten Variablen berücksichtig“, erklärt der Energieexperte.

Förderung durch Bund, Pilot in Göttingen

An dem Projekt, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für drei Jahre mit 1,5 Millionen Euro gefördert wird, sind die Projektpartner monalysis GmbH, EnergieNetz Mitte GmbH, Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten sowie die Regionalmanagement Nordhessen GmbH beteiligt.

Die Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH wird das Analysetool erstmals für ihre Busflotte anwenden und erhofft sich durch das Projekt eine umfangreiche Unterstützung bei der Umstellung auf Elektroantriebe.

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