Norwegisches Start-up Easee

Mit intelligenten Laderobotern in Deutschland erfolgreich

27. April 2022, 9:39 Uhr | Irina Hübner
Das Produkt für den Privatgebrauch Easee Home.
Die Ladestation für den Privatgebrauch: Easee Home.
© Easee

Im Jahr 2021 verkaufte die Easee-Gruppe mehr als 250.000 Laderoboter in Europa und erwirtschaftete insgesamt einen Umsatz von etwa 130 Millionen Euro. In Deutschland ist das Unternehmen seit 2020 aktiv und sieht sich bereits als führend im Bereich Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.

Easee wurde 2018 von drei norwegischen Freunden und Unternehmern gegründet. Die Idee: Die Menschen zuerst, dann kommt auch der Erfolg. Die Unternehmenskultur bei Easee stellt die Mitarbeitenden über den kurzfristigen Profit und gibt Expert:innen einen Ort, um gemeinsam an der Zukunft der Mobilität und intelligenter Stromnetze zu arbeiten. Heute ist Easee eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas. Co-Gründer Jonas Helmikstøl wurde von EY als »Entrepreneur of the Year 2022« in Norwegen ausgezeichnet.

In nur vier Jahren ist Easee von drei auf mehr als 300 Mitarbeitende gewachsen und unterhält heute Landesgesellschaften in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden. Der Hauptsitz befindet sich im norwegischen Sandnes. Im Januar 2022 hat das Unternehmen außerdem den Vertrieb in Österreich aufgenommen.

Erfolgreiches erstes Geschäftsjahr in Deutschland

Seit 2020 ist Easee in Deutschland aktiv und gehörte 2021 mit rund 66.000 verkauften Laderobotern zu den Marktführern im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektroautos.

»Wir freuen uns sehr, dass unsere Produkte von den Kund:innen so gut angenommen werden. Uns geht es aber nicht um die schnellstmögliche Skalierung unseres Geschäfts. Wir möchten die Entwicklung intelligenter Stromnetze mitgestalten und eine nachhaltige Arbeitskultur schaffen, in der sich alle Mitarbeitenden wohlfühlen. Vor dem Hintergrund unseres starken Wachstums ist unsere von Offenheit, Vertrauen und Respekt geprägte Unternehmenskultur der entscheidende Erfolgsfaktor. Das gilt insbesondere mit Blick auf die anhaltende Corona-Pandemie, die es neu gestarteten Mitarbeitenden erschwert, sich schnell in der Easee-Welt zurechtzufinden«, sagt Marcel Jeron, Geschäftsführer von Easee Deutschland.

Lieferfähig dank Vorratshaltung

Trotz weltweiter Lieferprobleme der Halbleiterindustrie plant Easee den starken Wachstumskurs 2022 fortzusetzen. »Unsere Kund:innen erhalten ihren Laderoboter innerhalb einer Woche durch unsere Fachpartner:innen geliefert. Das ist bedingt durch die Lieferkrise aktuell einzigartig in Europa«, sagt Marcel Jeron.

»Wir haben bereits 2019 begonnen, Lagerbestände an wichtigen Komponenten aufzubauen. Das war zu dem Zeitpunkt nicht nur mit Investitionen, sondern auch mit Risiken verbunden«, so Jeron weiter. »Als Team haben wir jedoch immer an unsere Vision und unsere Produkte geglaubt und mit unserer Unternehmenskultur eine Basis für mutiges Handeln geschaffen. Das ist der Grund, warum wir jetzt lieferfähig sind.«

Ladelösungen für Privatleute und Unternehmen

Den Kern des Produkt-Portfolios bildet Easee Home, ein intelligenter Laderoboter für den privaten Gebrauch, der auf Basis von Nutzer:innen-Feedbacks und Updates stetig dazulernt. Im Gemeinschaftstest der Stiftung Warentest und dem ADAC von 02/2022 konnte das Produkt überzeugen und wurde mit der Note 1,9 sowie dem Testurteil »Gut« ausgezeichnet.

Mit dem »Easee Charge« bietet das Unternehmen zudem einfach skalierbare Lösungen für die Integration von Ladeinfrastrukturen in Mehrfamilien-, Miets- oder Parkhäusern. Das Produkt ermöglicht den Lastausgleich von bis zu 101 Laderobotern pro Anschluss und eignet sich deshalb auch im B2B-Bereich, zum Beispiel für das Flottenmanagement von Unternehmen.

 


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