Schwerpunkte

Studie zu Elektromobilität

Längeres Leben für Akkus von Elektroautos

27. Januar 2020, 15:30 Uhr   |  Ute Häußler

Längeres Leben für Akkus von Elektroautos
© Amber

In den Niederlanden wird bis Mitte des Jahres untersucht, wie die Lebensdauer von Auto-Akkus durch eine geschickte Nutzung verlängert werden kann.

Der niederländische Car-Sharing Anbieter Amber und das Forschungsinstitut TNO wollen gemeinsam herausfinden, wie Akkus in Elektroautos länger leben können. Eine Analyse der Akku-Daten soll ergeben, wie die Batterien besser genutzt und die Betriebskosten gesenkt werden können.

Die Studie sammelt bis Mitte Juni 2020 die Daten von 30 Amber-Fahrzeugen, indem die Batterie der Sharing-Autos mit einem Messgerät gekoppelt ist. Momentan gehört das Alter der Akkus nicht zu den Kriterien, nach welchen ein Sharing-Fahrzeug Kunden als verfügbar angezeigt wird. Ziel des Projektes ist es herauszufinden, ob ein auf das Batteriealter angepasster Sharing-Plan die Batteriequalität steigert und damit deren Lebensdauer erhöht.

Akkus stellen mit durchschnittlich 20 Prozent den größten Anteil der Gesamtkosten eines Elektroautos bei Amber. Die Studie soll den Flottenmanagern helfen, die Betriebskosten zu senken und den Restwert der Elektroautos anhand der verbleibenden Batterielebensdauer zu steigern sowie die Autos eventuell länger zu nutzen. Roel de Natris von TNO sagt: »Mit der Optimierung der Batterienutzung läßt sich Gewinn erzielen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen Sharing-Anbietern helfen, noch fundiertere Entscheidungen zu treffen.« Joep Sloot von Amber hofft daher aus der Studie Daten zu gewinnen, um die Restkapazität der Akkus so hoch wie möglich zu halten.

Private Fahrer von Elektroautos werden wahrscheinlich nicht von der Studie profitieren. „Als Besitzer eines Elektroautos haben Sie nur eine eingeschränkte Möglichkeit, die Lebensdauer ihrer Autobatterie zu beeinflussen“, so Sloot. „Mit einer Flotte haben wir den Vorteil, dass nicht immer alle Autos geladen werden müssen. Wir suchen daher nach Szenarien, die uns helfen, die richtigen Autos zum richtigen Zeitpunkt aufzuladen und anzubieten.“

Das Projekt wird vom niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Umwelt gefördert und soll mit anderen europäischen Forschungsarbeiten in diesem Bereich verbunden werden.

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