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Aptiv auf der CES 2021

Next-Gen ADAS-Plattform für hochautomatisierte Fahrzeuge

11. Januar 2021, 15:48 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Next-Gen ADAS-Plattform für hochautomatisierte Fahrzeuge
© Aptiv

Auf der virtuellen CES 2021 präsentiert Aptiv seine Next-Gen ADAS-Plattform für hochautomatisierte und elektrische Fahrzeuge.

Aptiv hat die next-gen ADAS-Plattform für die Autonomie-Level 1 bis 3 vorgestellt. Die für Skalierbarkeit konzipierte Lösung deckt sämtliche Fahrzeugsegmente ab. Das wird durch die Bewältigung der Software-Komplexität und Unterstützung diverser Funktionen erreicht.

Als Teil der Smart Vehicle Architecture ist Aptivs next-gen ADAS-Plattform vollständig kompatibel mit zukünftigen Architekturen für die Zonensteuerung. Zudem ermöglicht die Plattform neue Geschäftsmodelle für Automobilhersteller. Grundlage dafür ist die Entwicklung neuer Funktionen und Dienste, die mithilfe von Over-The-Air-Updates (OTA) aktualisiert werden können.

Die next-gen ADAS-Plattform wendet außerdem einen Industrie 5.0-Ansatz an, um zu garantieren, dass Fahrer und Fahrzeug sicher miteinander kommunizieren. Durch den Einsatz der neuesten Generation hochintegrierter Fahrererkennung - und Sensorlösungen für den Fahrzeuginnenraum – ergänzt durch skalierbare Software – prüft die Plattform nicht nur, ob die Augen des Fahrers auf das Verkehrsgeschehen gerichtet sind. Sie erkennt auch die Körperpositionierung sowie Gesten und Augenbewegungen und kann im Bedarfsfall entsprechend reagieren.

Mit der next-gen ADAS-Plattform setzt der Automobilzulieferer die beschleunigte Entwicklung von Software-definierten Fahrzeugen durch skalierbare und umfassende Funktionen fort. Dazu zählen:

  • Software-Stack: Verwendung von differenzierter und modularisierter Software auf jeder Ebene des Stacks in einer offenen, zentralisierten Rechenplattform, mit der sich neue Funktionen und Dienste entwickeln lassen.
  • Next-Generation Sensor-Suite: Die next-gen Plattform nutzt die branchenweit leistungsstärksten Technologien zur Erfassung des Fahrzeuginnenraums und der Außenumgebung – darunter Radar, Computervision und LiDAR. In diesem Kontext sind Aptivs Eck- und Seitenradare der sechsten Generation sowie Frontradare und Aptivs erster 4D-Imaging-Radar zu nennen. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen bietet dieser einen doppelt so großen Erfassungsbereich. Die Innenraum-Beobachtungsplattform von Aptiv umfasst Radare, Ultraschallsensoren und Innenraumkameras und ermöglicht es OEMs, Nutzererfahrungen zu entwickeln, die die eigene Marke stärken.
  • Sensor-Fusion: Um derart fortschrittliche Funktionen unterstützen zu können, ist ein umfassendes und zuverlässiges Umgebungsmodell Voraussetzung. Aptiv hat zu diesem Zweck modernste Algorithmen im Bereich Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen entwickelt. Sämtliche Daten aus einer optischen 360-Grad-Erfassung werden zusammengeführt und liefern eine detaillierte Darstellung der Umgebung.
  • Entwicklungs-Tool-Chain: OEMs haben die Möglichkeit, Innovationen auf der Grundlage bewährter Lösungen von Aptiv voranzutreiben. Mit den Tools von Aptiv lassen sich kundenzentrierte, sichere, umweltfreundliche und vernetzte Funktionen für qualitativ hochwertige Fahrzeugsysteme schnell entwickeln.

Die neue ADAS-Plattform ist zudem in der Lage, auch zukünftige Technologien zu integrieren, einschließlich derer die in Zusammenarbeit mit Motional, dem Joint-Venture von Aptiv und Hyundai, entwickelt wurden. Damit bietet sie Skalierungsmöglichkeiten auch für höhere Automatisierungsgrade.

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