Halcon nutzt »Kinect«-Kamera für industrielle 3D-Bildverarbeitung

MVTec: 3D-Bildverarbeitung zum Niedrigpreis

16. Februar 2011, 12:11 Uhr | Andreas Knoll

MVTec Software hat die ursprünglich für die Spielkonsole »Xbox 360« entwickelte »Kinect«-Kamera von Microsoft mit ihrer Standard-Software »Halcon 10« verknüpft. Dem Münchner Unternehmen zufolge eröffnet dies neue, besonders kostengünstige Möglichkeiten für die industrielle Bildverarbeitung.

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Die »Kinect«-Kamera ist ein im Niedrigpreissektor angesiedelter Vision-Sensor. Sie kombiniert eine RGB-Kamera (1280 x 1024 Pixel / 15 Frames/s oder 640 x 480 Pixel / 30 Frames/s) mit einem Tiefensensor, der auf strukturiertem Infrarotlicht beruht (640 x 480 Pixel / 30 Frames/s).

»Wir haben ein einfaches Halcon-Interface implementiert, indem wir die aktuelle Beta-Version von Kinects Open-Source-Treiber genutzt haben«, erläutert Dr. Markus Ulrich, Manager Forschung & Entwicklung bei MVTec. »Anhand der Standardkalibrierung von Halcon konnten wir das Tiefenbild problemlos in metrische X-, Y- und Z-Koordinaten transformieren.« Nach diesem Schritt steht der gesamte Funktionsumfang der Halcon-Bibliothek zur Verfügung, speziell die Operatoren für 3D-Bildverarbeitung wie das oberflächengestützte 3D-Matching.

MVTec betrachtet die Kinect-Kamera als interessanten Einstieg in die Welt der 3D-Bildverarbeitung. »Die Kombination von Halcon und Kinect ermöglicht neue, kreative 3D-Applikationen auch in der Industrie, etwa Bin-Picking, Verpackung oder Palettierung«, hieß es. »Sie gestattet 3D-Applikationen mit einer sehr preisgünstigen 3D-Kamera speziell für große Objekte, gerade auch in Forschung und Entwicklung.«


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