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Projekt FLOOW

Mobilitäts- und Cargo-System für den Werksverkehr

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Auf dem Campus Ost des KIT und dem Schaeffler Hub on Campus werden ab sofort Fahrerlose Transportsysteme (FTS) für den Werksverkehr getestet.

Die Fahrerlosen Transportsysteme liefern in genormten Kisten Bauteile zu ihrem Bedarfsort, elektrische Lastenräder stellen die Betriebspost zu und werden spontan von Mitarbeitern für eine kurze Fahrt genutzt – allen Fahrzeugen dieser nicht allzu fernen Zukunftsvision gemein ist die eigenständige, autonome Navigation, die im Rahmen des Projekts FLOOW (Flexibles Mobilitäts- und Cargo-System für den Werksverkehr) entwickelt wird.

Das Forschungsprojekt FLOOW startete am 2. März mit der Übergabe der Förderurkunde an das Projektkonsortium im Rahmen der Veranstaltung »Durch Kooperation an die Spitze. Die Automobilbranche gestaltet den digitalen Wandel«. Als Konsortialpartner nimmt das FZI Forschungszentrum Informatik die zentrale Rolle bei der Entwicklung der Manöverplanung mithilfe Künstlichen Intelligenz ein, um neue Lösungen für Mobilität von Menschen und Transportgütern zu schaffen.

»Kreative Lösungen sind für die Herausforderungen gefragt, die Low-Risk-Vehicles mit sich bringen«, so Projektleiter Dr.-Ing. Stefan Schwab vom FZI. »Unsere Erfahrung mit autonomen PKW und Bussen sind sehr nützlich, müssen für diese Anwendung allerdings stark angepasst werden.« Die Anforderungen an die Hard- und Software für eine hochgenaue und robuste Manöverplanung für Innen- und Außenbereiche stellt dabei deutlich andere Anforderungen als zum Beispiel bei autonomen PKW: eine hohe Rechenleistung muss auf engsten Bauraum mit geringen Energieverbrauch und Kosten entwickelt werden. Die Wissenschaftler am FZI verfolgen einen konsequenten Software-Hardware Codedesign Ansatz: die Software des neuronalen Netzwerks der Künstlichen Intelligenz wird auf eine ebenfalls eigens entwickelte Hardware abgestimmt.

Der Konsortialführer des Projekts ANAVS aus München ist Spezialist für hochgenaue Lokalisierungssysteme. ANAVS übernimmt die Aufgabe der Umfelderfassung und Lokalisierung der Fahrzeuge. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Übergang von Gebäuden in den Außenbereich dar, da die unterschiedlichen Gegebenheiten sehr verschiedene Lösungen erfordern.

Weitere Partner im Konsortium sind Schaeffler und das Institut für Fahrzeugsystemtechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Schäffler bringt die Fahrzeugplattformen in das Projekt ein, das KIT die Backend-Funktion mit Routing und Flottenmanagement.

Das Projekt fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über drei Jahre mit 1.8 Mio. Euro. Für den Sommer 2022 sind erste Testfahrten auf dem Gelände des KIT rund um den Schaeffler Hub on Campus geplant.


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