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Protokollkonverter von HMS Networks

»Anybus Communicator« in zweiter Generation

03. September 2020, 17:56 Uhr   |  Newsdesk, ak

»Anybus Communicator« in zweiter Generation
© HMS Networks

Der Protokollkonverter »Anybus Communicator« von HMS Networks ist jetzt in zweiter Generation erhältlich.

Fast 20 Jahre nach seiner Markteinführung ist der Protokollkonverter „Anybus Communicator“ von HMS Networks jetzt in einer zweiten Generation erhältlich. Das Gateway verbindet serielle Feldgeräte und Maschinen mit Feldbus- oder Industrial-Ethernet-Netzen.

Für EtherNet/IP ist der „Anybus Communicator“ der neuen Generation schon verfügbar, Ausführungen für Modbus TCP, Profinet und Profibus werden 2020 und 2021 folgen. Die beiden Produktgenerationen werden wegen unterschiedlicher Produktlebenszyklen parallel angeboten.

Die Communicators der zweiten Generation beruhen auf dem Netzwerkprozessor „Anybus NP40“, der auch in den Embedded-Lösungen von HMS Networks seinen Dienst tut. Dank neuer Hardware und Software sind Zyklen realisierbar, die je nach Anwendungsfall bis zu 10-mal schneller sind als bei den Angehörigen der ersten Generation. Außerdem lassen sich mit den neuen Communicators deutlich mehr Daten austauschen: Bis zu 1448 Byte können zur übergeordneten SPS gesendet und bis zu 1448 Byte von ihr empfangen werden.

Die Protokollkonverter werden auf Hutschiene montiert und sind in einem schlanken Gehäuse untergebracht. Sie verfügen über industrielle Zertifikate wie etwa CE und UL. Ihr Betriebstemperaturbereich erstreckt sich von -25 °C bis +70 °C. Um den aktuellen und zukünftigen Security-Herausforderungen gerecht zu werden, sind die Protokollkonverter mit einem Sicherheits-Chip ausgestattet. Das sichere Hochfahren (Secure Boot) gewährleistet, dass die Firmware nicht manipuliert ist.

Bevor die Verbindung zwischen dem Communicator und der übergeordneten SPS hergestellt wird, konfiguriert der Anwender den Protokollkonverter für die Kommunikation mit seinem Sub-Netzwerk, das aus einem oder mehreren Geräten oder Maschinen bestehen kann. Hierzu wird der Ethernet-Konfigurationsanschluss des Protokollkonverters mit einem PC verbunden. Anschließend kann der Anwender mit seinem bevorzugten Browser die neue grafische Communicator-Benutzeroberfläche auf Web-Basis öffnen. Die Konfiguration erfolgt per Drag and Drop. Zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

Der Communicator der zweiten Generation kommuniziert via Modbus RTU mit den angeschlossenen Geräten und Maschinen. Bis zu 150 Modbus-Befehle werden unterstützt, was auch komplexe Konfigurationen mit mehreren Knoten ermöglicht. Fertige Konfigurationen lassen sich für zukünftige Verwendung sicher speichern und verwalten. Sobald der Protokollkonverter konfiguriert ist, kann er als Knoten in das übergeordnete SPS-System eingebunden werden.

Der Anwender kann den Konfigurationsanschluss und die Web-Oberfläche des Communicators auch für die Überwachung und Diagnose des Netzwerkverkehrs nutzen. Angezeigt werden sowohl der Verbindungsstatus zur übergeordneten SPS und zum seriellen Sub-Netzwerk als auch der Status einzelner serieller Knoten. Für weitere Analyse kann der Anwender auf Kommunikationsprotokolle zurückgreifen.

Der neue Communicator lässt sich zusammen mit einem Gerät oder einer Maschine als vorkonfigurierte „externe“ Kommunikationsschnittstelle beziehen. HMS Networks bietet Geräte- und Maschinenherstellern verschiedene Dienstleistungen wie etwa individuelle Anpassungen für OEMs, Brandlabeling oder auch die Vorkonfiguration der Protokollkonverter an. Dank vielfältiger Konfigurationsmöglichkeiten kann der Communicator mit fast jedem Gerät in einer Fabrik kommunizieren. Das prädestiniert ihn für Retrofit-Anwendungen, bei denen vorhandene Geräte und Maschinen schnell und nahtlos in neue industrielle Netzwerke integriert werden müssen.

Der erste Protokollkonverter der zweiten Generation ist der Anybus Communicator für EtherNet/IP. Er bietet eine vorzertifizierte EtherNet/IP-Implementierung, die Device Level Ring mit Beacon Mode für Medienredundanz sowie Netzwerkfehlererkennung und -beseitigung unterstützt. Damit lässt sich die Kommunikation auch nach einem Kabelbruch aufrechterhalten. Weitere Protokollkonverter der zweiten Generation für Modbus TCP, Profinet und Profibus will HMS Networks 2020/2021 vorstellen.

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