Ob KI oder schlicht mehr Fertigungseffizienz: Zulieferer müssen ihre Produktionsdaten nutzen - auch für den Austausch mit digitalen Ökosystemen wie Catena-X. Die German Edge Cloud (GEC) und Soffico versprechen über ein modulares System heterogene Maschinenparks in wenigen Wochen digital anzubinden.
»Die Automobilindustrie setzt zunehmend auf vernetzte, transparente und standardisierte Datenflüsse entlang der Lieferkette. Ohne Catena-X-Anbindung droht Zulieferern der Ausschluss aus modernen Wertschöpfungsnetzwerken«, sagt Dieter Meuser, CEO der German Edge Cloud.
Das neue Digitalisierungsangebot der GEC und Soffico setzt genau auf diesen Bedarf: In einem realisierten Anwendungsszenario bei einem bayrischen Automobilzulieferer konnten innerhalb von nur vier Wochen rund 80 Prozent der Maschinen digital angebunden und produktionsrelevante Daten standardisiert bereitgestellt werden. Die Zulieferfirma vollzog damit eine wichtige Voraussetzung für Transparenz, Effizienzsteigerung und die Teilnahme an digitalen Wertschöpfungsnetzwerken, in dem Falle für Catena-X.
| Lesen Sie passend dazu unser Exklusiv-Interview mit Dieter Meuser, GEC: |
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Die Smart Factory für den Mittelstand: »Wir digitalisieren 80% aller Maschinen in vier Wochen« |
Als zentrale Drehscheibe dient das Catena-X-zertifizierte Oncite Digital Production System (DPS) von GEC: Es erfasst Daten aus Maschinen, Anlagen und Energiesensoren, bringt sie in ein standardisiertes Format und stellt sie zentral bereit – für interne Anwendungen wie Energie-Monitoring ebenso wie für die externe Nutzung in Catena-X. Die Anbindung an das Catena-X-Netzwerk erfolgt über das Oncite DPS CX-Gateway.
Eine Schlüsselrolle bei der schnellen Maschinenintegration spielt der GEC-Integrationsservice, der über die Orchestra-Plattform von Soffico läuft und den Datenaustausch zwischen unterschiedlichsten Systemen ermöglicht – von Maschinensteuerungen über ERP- und MES-Systeme bis hin zu modernen Cloud-Anwendungen. Selbst in heterogenen und historisch gewachsenen IT-Landschaften lässt sich damit eine durchgängige Datenverfügbarkeit schaffen.
| »Unser Ansatz ist es, die Erfassung und Verarbeitung von Produktionsdaten massiv zu vereinfachen – mit einem standardisierten Vorgehen, das sich schnell umsetzen lässt und den laufenden Betrieb nicht behindert.« |
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| Rica Holzmann, Geschäftsführerin Soffico |
Das oben genannte Anwendungsszenario, in dem 80 Prozent der Maschinen innerhalb von vier Wochen digital angebunden wurden, zeigt das große Potenzial des Ansatzes: Unternehmen gewinnen nicht nur in kürzester Zeit Transparenz über Produktions- und Energiedaten, sondern schaffen auch die technische Basis für die Teilnahme an digitalen Ökosystemen wie Catena-X – ohne langwierige Großprojekte oder Stillstand im Betrieb.
»Viele mittelständische Unternehmen sind gar nicht in der Lage, Mammutprojekte oder riesige Initialkosten für eine Digitalisierung ihrer Fabriken zu stemmen«, so Meuser. »Mit unserem SaaS-Modell senken wir die Einstiegshürden sowie die Kosten dramatisch – und bringen auch kleinere Betriebe innerhalb kürzester Zeit in die digitale Zukunft.«
Mit seinem modularen Aufbau kann das Oncite DPS-System flexibel an bestehende Infrastrukturen angepasst und liefert oft bereits binnen weniger Tage wertvolle Ergebnisse. Die erfolgreichen Implementierungen zeigen: Zulieferer erhalten so sehr schnell Zugriff auf entscheidende Produktionskennzahlen und können so Optimierungspotenziale identifizieren sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit in hochdynamischen und zunehmend vernetzten Märkten wie der Automobilindustrie stärken. (uh)