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Sigfox expandiert kräftig

»Dieses Jahr gehen viele große Projekte in den Rollout«

24. Mai 2018, 15:41 Uhr   |  Heinz Arnold

»Dieses Jahr gehen viele große Projekte in den Rollout«
© WEKA Fachmedien

Vincent Sabot, VP Europe von Sigfox: »Wir haben jetzt die globale Infrastruktur soweit ausgebaut, dass die Unternehmen ihre Sigfox-Systeme aufbauen, neue Geschäftsmodelle einführen und einen schnellen Return on Investment erwarten können.«

»Sigfox erreicht in diesem Jahr die kritische Masse, die den Anwendern erlaubt, ihre Projekte zügig umzusetzen und vor allem einen schnelle Return on Investment zu realisieren«, erklärt Vincent Sabot, Vice President Europe von Sigfox im Interview mit Markt&Technik.

Markt&Technik: Warum setzen Firmen auf Sigfox?

Vincent Sabot: Wir haben jetzt ein sehr schönes Beispiel: Louis Vuitton wollte den Kunden eine Möglichkeit geben, genau zu verfolgen, wo sich ihr Gepäck gerade am Flughafen befindet. Für Flugreisende ist es wichtig, dass dies in allen Ländern der Welt über Grenzen hinweg funktioniert. Deshalb war für Louis Vuitton von vorne herein klar: Das ist die Mindestvoraussetzung, denn wenn ein Kunde schlechte Erfahrungen macht, weil das Tracking-System nicht funktioniert, dann erreicht das Unternehmen das Gegenteil von dem, was es beabsichtigt. Also kam es Louis Vuitton auf verlässliche Datenübertragung und weltweite Funktion an. Sigfox kann genau das: Wir decken alle Weltregionen ab. Andere LPWAN-Techniken können das nicht. Geringe Energieaufnahme in Kombination mit globaler Vernetzung ohne Roaming-Gebühren ist für uns das Entscheidende.

Wir groß ist die installierte Basis von Sigfox derzeit?

Wir haben kürzlich die Zahl von 3 Mio. Geräten im Netz erreicht, auf diese Zahl kommt keine andere Technologie. Sigfox ist das einzige globale Netz; in diesem Jahr werden wir in 60 Ländern vertreten sein. Weltweit erreicht das Sigfox-Netz jetzt 803 Mio. Menschen, jeden Monat werden es 30 Mio. mehr.

Lassen sich jetzt kommerzielle Projekte realisieren?

Das ist das wichtigste: Weil wir jetzt bereits in 45 Ländern vertreten sind – 18 davon decken wir mit unserem Netz vollständig ab – können jetzt global agierende Unternehmen Systeme aufbauen, die ihnen einen schnelle Amortisierung bringen werden. Vor allem haben wir auch viele industrielle Use-Cases.

Sigfox ist zwar in vielen Ländern der Welt vertreten, aber es kostet ja auch viel Geld, die Infrastruktur aufzubauen. Also müsste Sigfox weiter Fahrt aufnehmen, um in die Gewinnzone zu kommen?

Das geschieht gerade. Für 2018 rechnen wir mit einem Umsatz von 70 Mio. Euro und mit 7 bis 8 Mio. Objekten im Netz.

Was konkret macht Sie so optimistisch, dies erreichen zu können?

Wie das Beispiel Louis Vuitton zeigt, haben wir Kunden im B2C-Bereich gewonnen. Louis Vuitton hat als Zubehör für die Horizon-Modelle 50, 55 und 70 einen Sigfox-Tracker entwickelt, der in eine Tasche in den Koffern eingeclippt wird. Das ist ein wichtiger Schritt für uns. Vor allem freuen wir uns aber, dass wir schon viele Partner im Industriesektor gewonnen haben.

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2. Vieles ist im verborgenen passiert - jetzt kommt es zum Tragen

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