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Deutschland ist Innovationsweltmeister

19. Oktober 2018, 15:08 Uhr   |  Hagen Lang

Deutschland ist Innovationsweltmeister
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Das Hauptquartier des WEF in Cologny bei Genf.

Die USA sind das wettbewerbsfähigste Land der Welt, so das Weltwirtschaftsforum in seinem »Globalen Bericht über die Wettbewerbsfähigkeit 2018«. Den dritte Platz bei der Wettbewerbsfähigkeit und den ersten Platz bei der Innovationsfähigkeit holt Deutschland.

Anhand von 98 Kriterien, die zu 12 »Säulen« zusammengefasst sind, bewertet das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum – WEF) in seiner neuen Untersuchung die Wettbewerbsfähigkeit der Nationen. Dies sind: Institutionen, Infrastruktur, IKT-Einführung, makroökonomische Stabilität, Gesundheit, Kompetenzen, Produktmarkt, Arbeitsmarkt, Finanzsystem, Marktgröße, Unternehmen, Dynamik und Innovationsfähigkeit.

Eigens für die Veränderung der »Wettbewerbsfähigkeit in der vierten industriellen Revolution« führt der Report einen neuen »Global Competitiveness Index 4.0« ein, bei dem 100 die maximal erreichbare Punktzahl ist. Der Median aller Länder liegt bei 60, wobei die USA mit 85,6 Punkten das wettbewerbsfähigste Land sind und der Tschad mit 35,5 Punkten die rote Laterne der 140 untersuchten Länder trägt.

Vizeweltmeister in Sachen globaler Wettbewerbsfähigkeit ist Singapur (83,5), Deutschland holt Bronze (82,8), die Schweiz (82,6) belegt den 4. Platz,gefolgt von Japan (82,5), den Niederlanden (82,4) und Hongkong (82.3). Das Vereinigte Königreich (82,0), Schweden (81,7)und Dänemark (80,6) runden die Top Ten der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt ab.

Innovationsweltmeister ist Deutschland (87,5), gefolgt von den USA (86,5) und Japan (79,3) dem Vereinigten Königreich (79,2) und Korea (79.2), andereG20-Staaten liegen deutlich darunter. Chinas Innovationswert (64,4) ist mit dem italienischen (65,8) vergleichbar, nicht weit unter dem australischen (69,8) und erheblich über dem indischen (53,8) und

 

russischen (50.7).

Deutschland ist laut WEF die wettbewerbsstärkste Nation Europas und weltweit die Nr. 3 mit einer Gesamtnote von 82,8 Punkten. Es zeichnet sich durch sein besonderes Innovationsökosystem aus, was ihm eine Spitzenposition in der Säule Innovationsfähigkeit verschafft (87.5). Dieser Erfolg beruht auch auf starker Performance bei Patenten (100,5) , Forschungspublikationen (100,3), der Qualität der Forschungseinrichtungen (100,4)

 

und einer anspruchsvollen Käuferschaft (66.1, 5), die Unternehmen permanent dazu herausfordere, innovativ zu sein.

Innovatoren profitieren in Deutschland von einer allgemein dynamischen Wirtschaft (81.6, 2), wenn sie Innovationen auf den Markt bringen. Stabile makroökonomische Rahmenbedingungen und ein gesundes, gut funktionierendes Umfeld sowie eine gebildete und hochqualifizierte Bevölkerung sorgen für solide Wachstumsgrundlagen.

Zu den Schlechten gehört Deutschland, wenn es um die Zeit bis zur Einführung von IKT geht (31 Punkte) besonders bei mobilen Geräten sowie bei der Bereitstellung von modernster IKT-Infrastruktur (Glasfaserverbindung zum Haus).

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