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Den vollen Wert von Daten erschließen

BDVA, Fiware, Gaia-X und IDSA starten neue Allianz

Digitalisierung Industrie 4.0 IIoT Datenräume EU Verband Gaia-X
Reinhold Achatz, Vorsitzender der International Data Spaces Association (links), Maximilian Ahrens, Vorstandsvorsitzender von Gaia-X (links im Bild), Dario Avallone, Vorstandsvorsitzender der FIWARE Foundation (rechts im Bild), und Thomas Hahn, Präsident des BDVA, bei der offiziellen Vorstellung der Allianz am 23. September 2021 in München, Deutschland.
© DSBA

Der gerade gegründete Verband »Data Spaces Business Alliance« soll Datenanbieter, -nutzer und -vermittler zusammenbringen und will Technologien fördern, Standards formen und die branchenübergreifende Integration fördern.

Souveräne Datenräume gelten als Schlüssel einer sicheren digitalen Infrastruktur und den geschützten Datenaustausch für datengetriebene Industrie 4.0-Geschäftsmodelle. Die Gaia-X-Organisation, die Big Data Value Association (BDVA), die Fiware Foundation und die International Data Spaces Association (IDSA) bündeln jetzt als Data Spaces Business Alliance (DSBA) ihre Kräfte, um die Einführung von Datenräumen in Europa voranzutreiben sowie eine datengesteuerte Zukunft zu realisieren. Ziel ist es, dass Unternehmen aus Fertigung, Gesundheit, Finanzen, Landwirtschaft, Versorgung, Mobilität und dem öffentlichen Sektor den vollen Wert ihrer Daten erschließen können.

Die Ende September gegründete Allianz vertritt über ihre Gründungsorganisationen bereits mehr als 1.000 führende Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen, und politische Träger weltweit. 

»Wir haben bewiesen, dass der Aufbau von Datenräumen möglich ist«, sagt Reinhold Achatz, Vorsitzender der International Data Spaces Association (IDSA). »Jetzt müssen wir es tun. Die Data Spaces Business Alliance verfügt über alle gemeinsamen Fähigkeiten, um Datenräume erfolgreich aufzubauen und zu betreiben. Der nächste Schritt ist die großflächige um das wirtschaftliche Potenzial voll auszuschöpfen.«

Datenräume helfen Unternehmen, auf der Grundlage von Interoperabilität, Übertragbarkeit, Souveränität und Vertrauenswürdigkeit wettbewerbsfähige Werte aus Daten zu ziehen, auch durch industrielle Künstliche Intelligenz. 

Drei Kernthemen für interoperable Datenräume

Die Allianz sieht sich als zentrale Anlaufstelle für Datenräume und will sich auf drei Hauptbereiche fokussieren. Ziel des Bereiches »Technologie und Architektur« wird die Definition eines gemeinsamen Referenzmodell für den Datenaustausch. Dabei sollen bestehende Architekturen und Modelle sowie die vorhandenen Bemühungen aller Mitgleider um Infrastruktur und Implementierungen genutzt werden, um die Interoperabilität durch technologische Harmonisierung zu fördern.
 
Dabei spielt Support eine wichtige Rolle. Die Allianz sieht ihre Rolle unter anderem darin, die bestehenden Organisationen und Datenräume zu unterstützen und deren Instrumente, Ressourcen und Fachkenntnisse gezielt zusammenzuführen. Das soll durch Handbücher, Roadmaps, individuelle Entwicklungspläne, Zugang zu Digital Innovation Hubs (DIHs), Beschleunigungsprogramme geschehen und auch ein praxisnahes »Go-to-Market-Toolkit« umfassen, um Datenräume zu verwirklichen.

Wie profitieren Firmen von Datenräumen?

Doch welche Datenräume gibt es und wie findet eine Firma den passenden Datenraum für ihre Geschäftsmodelle? Wie kann sie bestenfalls damit konkret arbeiten? Gerade für viele Mittelständler sind datengetriebene Geschäftsmodelle und deren Umsetzung noch Neuland. Um die Identifizierung und Charakterisierung der hoffentlich zahlreich entstehenden Datenräume zu erleichtern, wird die Allianz ein »Datenraum-Radar« " einrichten, um potenzielle Datenräume aktiv ausfindig zu machen. Sie möchte damit einen einzigartigen Überblick über bestehende Datenräumen auf globaler Ebene bieten. Mit diesem Fachwissen wir der neugründete Verband auch Vorreiter identifizieren und die von ihnen angewandten Best Practices allen Mitgliedern des Verbandes zugänglich machen.


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