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Dr. Gunther Kegel zum Präsidenten gewählt

09. Oktober 2020, 15:02 Uhr   |  Newsdesk, ak

Dr. Gunther Kegel zum Präsidenten gewählt
© ZVEI / Alexander Grüber

Für drei Jahre zum ZVEI-Präsidenten gewählt: Dr. Gunther Kegel

Der ZVEI hat einen neuen Präsidenten: Dr. Gunther Kegel, Vorstandsvorsitzender der Pepperl+Fuchs SE, ist heute für drei Jahre vom Vorstand des Verbands gewählt worden. Er folgt auf Michael Ziesemer, der von 2014 bis 2020 als ZVEI-Präsident tätig war.

Kegel ist seit 22 Jahren Mitglied des ZVEI-Gesamtvorstands. Von 2007 bis 2019 war er Vorstandvorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation. Im Hauptberuf ist Kegel Vorstandsvorsitzender der Pepperl+Fuchs SE.

Als Vizepräsidenten neu gewählt worden sind: Rada Rodriguez (Schneider Electric), Cedrik Neike (Siemens) und Frank Stührenberg (Phoenix Contact). Dem Engeren Vorstand gehören an: Matthias Altendorf (Endress+Hauser), Dr. Wolfgang Bochtler (Mektec Europe), Daniel Hager (Hager), Udo Possin (ml&s), Thomas Quante (Bosch) und Georg Walkenbach (Beurer).

»Wir stehen vor der großen Herausforderung, Klimaschutz und digitale Transformation erfolgreich zu meistern«, sagt Kegel. Dem Klimawandel müsse global begegnet werden – allerdings weniger durch Verzicht, sondern mit technischen Innovationen: »Wir müssen die Mechanismen der Marktwirtschaft in den Dienst der Ökologie stellen, um die Energiewende zu schaffen und eine Kreislaufwirtschaft anzustoßen«, fordert Kegel und sieht gleichzeitig auch die Politik in der Pflicht: »Klimaschutzpolitik ist am wirksamsten, wenn sie gezielt Innovationen fördert, die in allen klimarelevanten Sektoren zu einer deutlichen Minderung des CO2-Ausstoßes führen.«

Die Umsetzung müsse stärker in den Fokus rücken und dadurch den Produktionsstandort nachhaltig stärken – europaweit. Nur so könne die Zukunftsfähigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer sich zuspitzenden Weltpolitik garantiert werden: »Wenn sich Europa zwischen China und den USA behaupten will, muss es sich klar positionieren, schneller werden und sich in Schlüsselbereichen seine technologische Souveränität sichern, ohne protektionistisch zu agieren«, führt Kegel aus. »Dann hat es auch die Chance, zum Leitanbieter für digitale Elektrifizierung und Effizienz zu werden.«

Um diese Ziele zu erreichen, brauche es gut ausgebildete und hoch qualifizierte junge Ingenieure und Ingenieurinnen, die sich mit den drängenden Problemen der Welt auseinandersetzen: »Wir müssen noch stärker herausstellen, wie sinnvoll eine Ingenieurstätigkeit ist, um den Nachwuchs von Beginn an für MINT-Berufe zu begeistern. Wer sich für ein Ingenieurstudium entscheidet, kann einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung in allen klimarelevanten Sektoren leisten«, ist Kegel überzeugt.

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