Industrielle Bildverarbeitung

IDS feiert sein 25-jähriges Jubiläum

8. Juni 2022, 22:11 Uhr | Andreas Knoll
Jürgen Hartmann, Gründer und Geschäftsführer von IDS Imaging Development Systems
Jürgen Hartmann, IDS: »Wir haben nach wie vor viel mehr Ideen als wir umsetzen können.«
© IDS Imaging Development Systems

Der Industriekamerahersteller IDS Imaging Development Systems feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Das Familienunternehmen aus dem baden-württembergischen Obersulm ist nach wie vor inhabergeführt.

Der Erfolg des Unternehmens beruht auf zukunftsträchtigen Techniken aus der Consumer-Welt, konsequent weiterentwickelt für die Industrie. Was 1997 mit Framegrabbern begann, führte 2004 zur ersten Industriekamera mit USB-Schnittstelle auf dem Markt. Im Jubiläumsjahr 2022 liegt der Fokus auf App-basierten Kameras mit künstlicher Intelligenz, aber auch auf der Erschließung neuer Anwendungsfelder für die Bildverarbeitung. »Wir haben nach wie vor viel mehr Ideen als wir umsetzen können«, sagt Jürgen Hartmann, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens.

In den 25 Jahren seit seiner Gründung wandelte sich IDS zu einem unabhängigen, ISO-zertifizierten Hersteller digitaler Industriekameras mit rund 350 Mitarbeitern. Seine Bildverarbeitungskomponenten entwickelt und produziert IDS am Stammsitz in Obersulm. Mit Niederlassungen in den USA, Japan, Großbritannien und Südkorea sowie weiteren Repräsentanzen ist IDS international vertreten.

Ein wichtiger Teil der Unternehmensidentität war und ist die regionale Vernetzung in Form von Kooperationen mit Hochschulen, Startups und jungen Technologiepionieren. 2020 bezog IDS das Technologiezentrum „b39“. Seit 2021 arbeitet das Unternehmen komplett klimaneutral.

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Neue Produkte im Jubiläumsjahr

Zum Firmenjubiläum richtet sich der Blick vor allem auf die Zukunft. So soll im Jubiläumsjahr neben dem Launch einiger Produktneuheiten, wie Modellen mit besonders hoher Übertragungsgeschwindigkeit und Auflösung, vor allem die Weiterentwicklung der IDS-NXT-Smart-Cameras mit künstlicher Intelligenz vorangetrieben werden. »KI ist momentan in aller Munde, doch die wenigsten Unternehmen nutzen die Technologie bereits«, erläutert Jan Hartmann, Geschäftsführer von IDS und Sohn des Firmengründers. »Dabei löst KI Aufgaben, an denen die klassische Bildverarbeitung meist scheitert, und eröffnet damit vollkommen neue Anwendungsfelder, wie beispielsweise Verkehr und Smart City oder Umwelt und Smart Farming.« Mit „visionpier“, einem Online-Marktplatz für Bildverarbeitung, baut IDS zudem eine virtuelle Brücke zwischen Anwendern – mit oder ohne Bildverarbeitungserfahrung – und Anbietern schlüsselfertiger Vision-Lösungen.

Die Erweiterung des Geschäftsfokus bedeutet nicht nur, das Unternehmen für die kommenden Jahre breiter aufzustellen, sondern auch in Branchen vorzudringen, in denen die Bildverarbeitung einen Beitrag zur Lösung der wachsenden gesellschaftspolitischen Herausforderungen leisten kann. »Wer heute am Markt bestehen will, muss kreativ sein und eigene Wege gehen«, führt Jürgen Hartmann aus. »Wenn alle in die eine Richtung laufen, laufe ich schon aus Prinzip gerne in die andere.«


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