Ulrich Schwarz, Sales Director, TDK-Lambda Germany
Die ungewöhnliche Lage rund um Corona, das Umgehen lernen mit dem neuen Arbeitsumfeld - weite Bereiche der Arbeitsumgebung von uns und unseren Kunden sind in das Home Office verlagert worden - hat eine gewisse Zeit benötigt. Nun sind bei uns wie bei unseren Kunden Videokonferenzen die Normalität, wir haben alle gelernt, Projekte nahezu „remote“ zu realisieren. Das lässt nach dem 1. Quartal auch für die übrigen drei Quartale hoffen. Wir gehen von einer moderaten, aber stetigen Entwicklung im Bereich der Industrie aus. Solange es aber noch Corona-Wellen gibt, kann es immer wieder zu Überraschungen kommen.
Wir können keine wirkliche Abschwächung im Bereich Medizintechnik erkennen. Hier sind die weiter hohen Investitionen im Bereich der Labor-Diagnostik und der bildgebenden Diagnostik zur Bekämpfung von Covid-19 zu sehen.
In der Tat gewinnt das Thema Komponentenverfügbarkeit an Wichtigkeit. Wir sehen Lieferzeiten bei Halbleitern von bis zu 12 Monaten, aber auch bei Chip-Widerständen oder MLCCs werden Beschaffungszeiten von 6 Monaten von unseren Werken genannt. Durch enge Abstimmung mit unseren Kunden können wir zwar eine durchgehende Belieferung sicherstellen, haben aber einen großen Teil unserer bisherigen Flexibilität bei der Deckung von Bedarfsspitzen verloren.