Schwerpunkte

Deutscher Stromversorgungsmarkt 2015

Optimistischer Ausblick auf 2016

28. September 2015, 09:38 Uhr   |  Engelbert Hopf

Im Export hat sich die Euro-Abwertung wie erwartet positiv für die Umsatzentwicklung der deutschen Stromversorgungsspezialisten ausgewirkt.

Zweistellige Umsatzzuwächse sind jedoch nicht nur auf günstige Währungsverhältnisse zurückzuführen, sondern auch auf erfolgreiche neue Produkteinführungen. Für 2016 erwartet die Branche ein stabiles Wachstum auf hohem Niveau.

Unsere Erwartungen, auch dieses Jahr wieder ein zweistelliges Wachstum zu erreichen, sind bisher in Erfüllung gegangen«, versichert Michael Heinemann, Executive Vice President bei Phoenix Contact Power Supplies mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf. »Es läuft«, bestätigt auch sein Namensvetter Kai Heinemann, Produktmanager Elektronik bei Block Transformatoren-Elektronik, und spricht vom unteren Bereich des zweistelligen Wachstums für das bisherige Geschäftsjahr 2015.

Als Begründung für die positive Geschäftsentwicklung wird vielerorts die Stimulierung des Umsatzwachstums durch neue Produktlinien genannt, so auch im Fall von Dr. Hans-Peter Lüdeke, Senior Product Manager Power Supply bei Murata Europe. Er rechnet damit, dass die in den letzten 12 bis 18 Monaten neu in den Markt gebrachten Produkte mit dazu beitragen werden, 2016 neue Kundenkreise zu erschließen, um so das zweistellige Wachstum beibehalten zu können.


»Die Stimmung ist gut in der Branche«, versichert Uwe Daro, Produktmanager Stromversorgungen bei Schukat electronic, »trotz der zuletzt negativen Nachrichten aus China, rechnen wir auch mit einem starken vierten Quartal 2015«. Angesichts eines stabilen Wachstumskurses und ungebrochener Trends blickt auch er optimistisch ins nächste Jahr.


»Auftragseingang und Umsatz laufen weitestgehend, wie prognostiziert«, sagt auch Gustav Erl, Geschäftsführer der TDK-Lambda Deutschland, mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf. »Bei unsren Kunden mit Exportanteil außerhalb Europas steigen die Forecast-Zahlen. Das wird sich auch positiv auf das vierte Quartal auswirken und sich vermutlich auch 2016 fortsetzen«, vermutet er. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet er deshalb mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent.


Nach einem bisherigen Geschäftsverlauf, »der unsere Erwartungen voll bestätigt hat«, geht Oliver Walter, Geschäftsführer der Camtec für 2016 von einem Wachstum im Bereich von 8 bis 10 Prozent aus. Mit Blick auf die neu in den Markt gebrachte Produktlinie CPS-i, die als Labornetzteile für die Testautomation mit der weltweit höchsten Leistungsdichte aufwarten können, hält Walter aber auch ein klar im zweistelligen Bereich liegendes Wachstum im nächsten Jahr für möglich.


»Bei der Betrachtung der bloßen Zahlen stehen wir heute besser da, als erwartet«, meint Lothar Schwemm, Executive Board Member bei Friwo. »Wechselkursbereinigt entspricht das laufende Geschäftsjahr unseren Erwartungen.« In Ostbevern will man den Rückenwind des starken Sommers nutzen, um das Jahr planmäßig abzuschließen. Angesichts einer erfreulichen Auftragslage blickt Schwemm 2016 durchaus positiv entgegen.


Wie von Schwemm angedeutet, ist es vor allem die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar, die zwar auf der einen Seite die Umsätze vor allem im Export steigen lässt, gleichzeitig aber an den Margen kratzt. Das bestätigt auch Josef Kalb, seit Beginn dieses Jahres Geschäftsführer der Traco Power. Er spricht mit Blick auf 2015 von einem turbulenten Jahr, »das einerseits unsere positiven Umsatzerwartungen erfüllt hat, gleichzeitig mussten wir aufgrund des Dollarkurses natürlich Abstriche machen«.

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1. Optimistischer Ausblick auf 2016
2. Differenzierung der Marktentwicklung

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